wissen.de
Total votes: 23
VIDEO

Aufstieg ins iberische Hochgebirge

Spanien: Kaum eine Bergregion auf der Iberischen Halbinsel ist tückischer als die Sierra Nevada. Stürme und Hochnebel machen die schneebedeckten Dreitausender unberechenbar. Doch Jesus und seine Freunde wollen den Aufstieg ins Gebirge wagen. Die ersten Höhenmeter legen sie mit dem Auto zurück, doch dann beginnt der Nationalpark und mit ihm die Wegstrecke der Bergwanderer. Der erste Abschnitt des Weges führt entlang der sprudelnden Wasserkanäle, die wie ein Netz die gesamte Hochebene der Alpujarra durchziehen. Jesus: "Diese Bewässerungskanäle nennen wir Acequias, ein maurischer Name. In der Alpujarra sind fast alle Kanäle von den Mauren angelegt worden. Viele sind schon 500 bis 600 Jahre alt. Wasser ist hier knapp und das ist die beste Methode das Wasser zu nutzen. In unserer mediterranen Gegend ist das Schmelzwasser der schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada das wichtigste Wasserreservoir." Das Ziel von Jesus und seiner kleinen Wandergruppe ist der Gipfel des Mulhacen, der höchste Berg auf dem Spanischen Festland. Knapp sechs Stunden Aufstieg liegen vor den Bergsteigern.Entlang der Baumgrenze auf knapp zweieinhalbtausend Metern Höhe lebt eine erstaunlich anpassungsfähige Tierwelt. Es gibt viel zu sehen für Jesus und seine Freunde. Felsgestein prägt die nächsten Höhenmeter und bald schon müssen sich die Bergsteiger durch den Schnee kämpfen. Trotz dünner Luft auf 3.300 Metern kennen sie nur eine Richtung: Nach oben. Kurz vor dem Ziel: Der Gipfelgletscher des Mulhacen. Die letzte Hürde auf dem Weg zum höchsten Punkt des spanischen Festlands. Auf exakt 3.482 Metern dann der ersehnte Gipfel. Für Jesus und seine Freunde ein magischer Ort, mit einer schwindelerregenden Aussicht über die Schluchten der Sierra Nevada. An guten Tagen geben die Wolken hier den Blick frei bis zu den Küsten des Mittelmeers.

Total votes: 23