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Bandscheiben-OP

Bandscheibenvorfall. Schnell kann es gehen und jeden kann es treffen. Schäden an den Bandscheiben sind die häufigsten Rückenleiden im Erwachsenenalter. Die meisten Patienten werden dabei von extremen Schmerzen geplagt. Die Bandscheibe besteht aus einem weichen gallertartigen Kern, der von einem Ring aus Bindegewebe gehalten wird. Wenn dieser Ring porös wird, dann kann es passieren, dass der Kern herausrutscht: Ein Bandscheibenvorfall. Hat der Patient Lähmungserscheinungen oder Funktionsstörungen von Blase und Darm, scheint eine Operation unumgänglich. "Es bleibt ein kleiner Teil der Patienten am Ende übrig, die die Operation benötigen. Entweder, weil Lähmungserscheinungen da sind oder weil neurologische Störungen wie zum Beispiel Verlust über die Blasen- und Darmkontrolle vorhanden sind oder aber weil alle konservativen Maßnahmen keine durchgreifende Besserung der Beschwerdesymptomatik erbracht haben." Doch die meisten Bandscheibenvorfälle können heute konservativ behandelt werden. Konservativ, das heißt ohne Operation. Denn der Körper hat den natürlichen Drang das ausgetretene Gewebe zu verkleinern. Die konservative Therapie kann diese Funktion verstärken. Um eine Operation zu vermeiden, schwören selbst viele Schulmediziner auf die fernöstliche Methode der Akupunktur. Die Nadeln wirken schmerzlindernd. So kann der Patient sich wieder unverkrampft bewegen. "Die Nadeln machen an der Stelle, wo man einsticht, erstmal eine lokale Schmerzhemmung en Schmerz zu verbessern und zum anderen geht es um die alte traditionelle chinesische Medizin, dass man versucht, die beiden Energieströme im Körper, die normalerweise im Gleichgewicht sind und bei den Erkrankungen disharmoniert sind, wieder in Einklang zu bringen." Mit Hilfe des Computertomographen ermitteln die Mediziner, wo genau die Schmerzen stecken. Hier können dann gezielt entzündungs- und schmerzlindernde Medikamente gespritzt werden, wie etwa Kortison. Mit einem aufbauenden körperlichen Training unter ärztlicher Aufsicht wird der Schmerz auf lange Sicht reduziert. Bewegung ist daher unerlässlich. "Sehr viele Leute machen nichts wenn es einem gut geht und wenn es einem wieder schlecht geht, dann fängt man natürlich an, Übungen zu machen und meistens ist es dann zu spät. Man muss es nur regelmäßig machen. Wir sagen immer: Zähneputzen für die Wirbelsäule, weil seine Zähne pflegt man regelmäßig, aber seine Wirbelsäule, seinen Rücken eben nicht." Auch eine gesunde Bauch- und Rückenmuskulatur sind notwendig, um die Wirbelsäule zu stärken. Die Hauptursache für einen Bandscheibenvorfall ist mangelnde Bewegung. Und damit kann man nicht früh genug beginnen, auch schon lange vor einem Bandscheibenvorfall.

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