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Baumwolle

Ob im Waschsalon oder zu Hause. Jeder muss mal Wäsche waschen. Und zu manch leidvoller Erfahrung gehört es, dass das, was man in die Maschine rein schmeißt, anders wieder raus kommt. Und damit meinen wir jetzt nicht den Geruch. Es geht darum, dass ein Kleidungsstück in Größe L in die Waschmaschine kommt und wir es nach dem Waschen in Größe S wieder rausfischen können. Meistens sind es übrigens Baumwoll-Kleidungsstücke, die uns nach der Wäsche vorgaukeln, Riesen zu sein. Baumwolle gilt als hautfreundlich und unkompliziert. Außerdem ist sie strapazierfähig und pflegeleicht. Doch genau hier ist der berühmte Haken. Denn warum gehen Baumwollstoffe so leicht beim Waschen ein? Es gibt viele Arten einen Stoff zu weben oder zu stricken. Je nach Mode, Gebrauch und Jahreszeit. In der Waschmaschine ist die Webart eines Stoffes jedoch ganz entscheidend dafür, ob dieser schrumpft oder nicht. Insbesondere luftiges Gewebe kommt oft fest und verzogen aus der Maschine. So wie diese unliebsame Überraschung. Baumwolle ist ein aus Pflanzenfasern gewonnener Faden, der ursprünglich unelastisch ist. Bei der Verarbeitung des Fadens wird er aber sehr stark gedehnt. Während des Waschens nun saugt das Garn das Wasser auf und quillt. Als Folge zieht sich der Faden zusammen und verliert die Dehnung in die Länge. Er wird dicker und zieht dadurch das Gewebe zusammen. Doch das passiert heute immer seltener. Der Grund ist das sogenannte Krumpfen. Der Stoff wird heute immer öfter vorweg maschinell künstlich geschrumpft um ein nachträgliches Einlaufen zu verhindern. Gekrumpfte Ware soll nur noch maximal 3% einlaufen. Aber Ausnahmen bestätigen wie immer manchmal die Regel.

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