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Blumeninsel Madeira

Madeira im Atlantischen Ozean. Als Anfang des 15. Jahrhunderts portugiesische Eroberer die Insel entdeckten, sahen sie nur schroffe Felsen und wagten nicht an Land zu gehen. Erst 1419 setzten zwei portugiesische Ritter ihren Fuß an Land und fanden steile Hänge, tiefe Täler sowie eine undurchdringliche Vegetation. Zur Zeit der Entdeckung überzog ein dichter Lorbeerwald die Insel. Im 17. Jahrhundert blühte die Insel wirtschaftlich auf. Vor allem die Engländer trieben den Handel voran. Wohlhabende Briten bauten große Herrenhäuser mit prächtigen Gärten. Hier verbrachten sie den Winter. Heute werden viele der Villen als Hotels genutzt. Die Gärten aber stehen allen Besuchern offen. In den üppigen Anlagen wachsen exotischste Pflanzen, die Besitzer hatten sie einst von ihren fernen Reisen mitgebracht. Für Madeira gilt: Der Boden ist fruchtbar und das Klima mild - ideale Bedingungen für die Blumeninsel. Dichter besiedelt und besser erschlossen ist der Süden der Insel. Hier befindet sich auch das touristische Zentrum Madeiras. An der Südküste gibt es eine weitere Attraktion, die auf einen englischen Ursprung zurückgeht: das Korbschlittenfahren. Heute sausen nur noch Besucher mit den Schlitten durch die engen Straßen.Wer eher die Ruhe sucht, sollte sich von der Südküste ins Innere der Insel begeben. Hier ragt ein Bergmassiv bis über 1.800 Meter in die Höhe. Die Gipfel liegen teilweise über der Baumgrenze. Die Bergkette teilt die Insel in zwei Teile, den Norden und den Süden. Auf Madeira herrscht das ganze Jahr über ein mildes Frühlingsklima, aber hier oben pfeift der Wind. Er treibt die Wolken gegen die Berge, wo sie sich abregnen. Der Norden ist daher sehr Wasserreich, in steilen Kaskaden schießt das Wasser ins Tal und überwindet dabei bis zu 100 Meter Gefälle. In Madeiras Hochebene gibt es gleich mehrere Wasserfälle zu bestaunen. Der rauschöne Norden der Insel ist daher auch als Wanderparadies bekannt.

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