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Braune Hyänen

Heißes Land im Süden Afrikas. Am Rande der Namibwüste fristen die Tiere ein hartes Dasein. Nur ein schmaler Küstensaum ist prall gefüllt mit Leben. Am Strand tummeln sich viele Tiere, denn hier fällt immer etwas essbares ab. Von Zeit zu Zeit taucht hier ein ganz besonderer Strandläufer auf: Der Strandwolf, wie die "Braunen Hyänen" auch genannt werden. Sie sind vor allem Aasfresser, jagen aber auch selbst kleinere Tiere. Am Rande der Namibwüste könnten sie gar nicht existieren, wenn sie nicht alles fressen würden, was sich ihnen bietet. Ihre Höhlen aber haben die "Braunen Hyänen" etwas weiter im Hinterland. Wir können diese Hyänendame etwa zwei Kilometer bis zu ihrer Höhle in karger Felslandschaft verfolgen. Bei der Nahrungssuche haben Hyänen bevorzugte Routen. Diese Hyäne hat etwas fressbares gefunden. Einen Knochenrest. Doch selbst um den muss sie streiten. Die cleveren Schakale scheinen zu ahnen, wann es wo etwas zu stibizen gibt. Und Respekt vor Hyänen haben sie nur bedingt. Äußerst flink und geschickt versucht sich der kleine Räuber an die Hyäne heran zu pirschen. Doch schlussendlich kann sie sich durchsetzen. Braune Hyänen sind nachtaktiv, am Tage kann man sie nur selten bei Streifzügen außerhalb ihrer Höhlen beobachten. Sie leben in Clans und teilen sich auch die Aufzucht ihrer Jungen. Nur auf Nahrungssuche gehen sie allein. Diese Hyänendame ist voll beschäftigt. Gleich drei Junge drängen sich um sie. Alle möchten jetzt gleichzeitig trinken. Im Allgemeinen sind Hyänenmütter gute Ammen. Nach all der Rangelei hat das Kleinste die Mutter nun für sich alleine. In aller Ruhe kann es jetzt trinken, so viel es mag. Danach wandelt sich der Höhlenvorplatz zum Spielplatz. Auch bei Hyänenkindern scheint Fangen ein beliebtes Spiel zu sein. Vor allem dann, wenn es etwas zu erjagen gibt. Und fast wie im richtigen Leben, darf auch beim Spiel der Hyänen das Kleinste meist gewinnen. "Braune Hyänen" sind die einzigen Tiere ihrer Art, deren Fell nicht gemustert oder gestreift ist. Ausgewachsen können die Raubtiere bis zu vierzig Kilo auf die Waage bringen. Die Mutter hat den Nachwuchs von der Höhle aus überwacht. Jetzt, im letzten Tageslicht, macht sie sich auf Nahrungssuche. Die Jungen bleiben für die nächsten Stunden allein im sicheren Bau. Bis die Hyänenmama wieder zurück ist. Mit einem Leckerbissen, für die ganze Familie.

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