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Das Geheimnis von Okinawa

Ein gewöhnlicher Nachmittag auf der japanischen Inselgruppe Okinawa. Die 80-, 90- und 100-Jährigen treiben Sport. Hier werden die Menschen älter als überall sonst auf der Welt. Das hat viele Gründe. "Es genügt nicht gute Gene zu haben, man muss diese Gene auch unterstützen. Zum Beispiel durch Sport oder gesunde Ernährung. Kontraproduktiv wäre es zum Beispiel zu rauchen. Dadurch läuft man Gefahr, trotz guter Gene an Lungenkrebs früh zu sterben."Im Norden der Insel leben die meisten Alten Okinawas. In der Abgeschiedenheit ist kein Platz für Hektik und Stress, das laute Tokio scheint Lichtjahre entfernt zu sein. Auf dem Markt in der Hauptstadt Naha wird ein weiteres Geheimnis für das Altwerden sichtbar: Arbeit. Massako Tomi Nura ist 92 Jahre alt und arbeitet seit 50 Jahren an ihrem Stand. Sie verkauft Fischkuchen und denkt noch lange nicht ans Aufhören. "Es macht mir Spaß mit den Kunden zu arbeiten. Manche kommen nach einem Jahr wieder und freuen sich, wenn ich noch da bin und gesund bin." Noch ein wichtigstes Geheimnis für ein langes Leben: die Ernährung. Auf dem Speisezettel in Okinawa stehen viel frischer Fisch so wie vitaminreiches und regionales Obst und Gemüse. Die Küche ist sehr fett- und salzarm. Genauso wichtig wie die Zutaten sind aber auch die Essgewohnheiten: auf Okinawa gibt es eine eigene Esskultur. Man nimmt sich Zeit zum Kochen und zum Essen. Die Alten lassen sich nicht hetzen, eine gesellige Runde und frische Speisen, so wird das hohe Alter zum Genuss. Das letzte Geheimnis: Beschäftigung statt Langeweile. Kiko Taira ist 80 Jahre alt und geht noch immer täglich in den Gemüsegarten. Das ist nur eines ihrer vielen Hobbys. "Mein Geheimnis alt zu werden ist ganz einfach: Ich bin glücklich. Ich arbeite viel auf meinem Feld und habe unterschiedliche Hobbies, ich genieße das Leben, lache viel und bewege mich oft." Die Gesichter der Alten von Okinawa strahlen Fröhlichkeit aus. Hier wird man glücklich alt - uralt.

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