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Das Gold der Inka

Bei den Inka, einer südamerikanischen Hochkultur im 13. bis 16. Jahrhundert, galt Gold als der Schweiß der Sonne. Die Sonne war heilig und der offizielle Kult des Reiches. Bei den Inka wurde Gold schon sehr früh bearbeitet. Die Mochica in Peru beispielsweise kannten schon Anfang des ersten Jahrtausends Vergoldungstechniken und stellten Gegenstände aus mehreren Kilogramm Gold her. Historiker sind sich sicher: Die Goldschätze der Inka-Kultur sind sagenhaft groß gewesen. Die Indios waren Meister der Goldschmiedekunst. Mit Blasrohren heizten sie die Glut in ihren einfachen Öfen an, um das edle Metall zu schmelzen. Gold war für die Indios auch das Blut ihres Sonnengottes Viracocha. Er gilt heute als Hauptgottheit zumindest der prä-inkanischen Kulturen. Gold war heilig. Es hatte einen sehr hohen kultischen, aber keinen materiellen Wert. Die Kunst des Schmiedens war ein religiöses Ritual. Mit einfachen Mitteln schafften die Indios unvergleichliche Kunstwerke. Sie schmückten mit Gold überall in ihrem Reich die Tempel ihres Sonnengottes, sogar die Mauern der Tempelanlagen sollen innen und außen vergoldet gewesen sein. Unter den Lebenden war es allein dem König vorbehalten, Goldschmuck zu tragen - als Beweis seiner göttlichen Abstammung. Selbst wohlhabende Adlige durften sich erst nach dem Tod, in ihren Grabkammern mit Gold umgeben. Die Inka-Kultur glaubte an die Rückkehr eines hellhäutigen Schöpfergottes. Er hatte sie über das Meer verlassen und sollte eines Tages aus der untergehenden Sonne zu ihnen zurückkehren. Bis dahin konnten die Inka ihn nur durch ihre goldenen Darstellungen verehren.

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