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Der Berg ruft

Das Matterhorn thront über dem Bergdorf Zermatt, wie auf einer Bühne. Alpinisten aus der ganzen Welt wollen hier ihren Traum vom Gipfelsieg verwirklichen. "Cheers to the Matterhorn!" 1865 gelangte Zermatt über Nacht zu Weltruhm. Durch das Drama der Matterhorn Erstbesteigung. Der Engländer Edward Whymper will gemeinsam mit sechs anderen Bergsteigern als erster den als unbezwingbar geltenden Matterhorngipfel auf 4478 Metern erreichen. Die Männer kommen überraschend schnell vorwärts. Am Nachmittag des 14. Juli erreicht Whymper mit seiner Seilschaft als erster den Gipfel. Das Matterhorn ist bezwungen. Eine Stunde lang genießt die Gruppe den Erfolg. Dann beginnen die Männer mit dem Abstieg. Die Siegerlaune vergeht Whymper rasch. Der Rückweg wird schwieriger als erwartet. Der Jüngste von ihnen rutscht aus und reißt drei weitere in die Tiefe. Vier Bergsteiger stürzen in den Tot. Whymper überlebt und auch der Rest der Seilschaft schafft es sicher bis zum Fuß des Berges. Aber nach dieser Tragödie gilt der Berg viele Jahre lang als böser Dämon. Mitten in Zermatt erinnert heute der Bergsteigerfriedhof an die Opfer der Erstbesteigung. Ein fast idyllischer Platz an dem die Träume zahlreicher Alpinisten aus aller Welt für immer ruhen. Bis heute haben am Matterhorn mehr Gipfelstürmer ihr Leben gelassen, als auf irgend einem anderen Berg der Alpen.

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