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Der Milford Track

Milford Sound im legendären "Fiordland" Neuseelands, hier ist der Startpunkt einer der berühmtesten Trekkingtouren der Welt. Diese Landschaft ist ein natürliches Wahrzeichen der Südinsel Neuseelands. Gekrönt von einem etwas über 1.600 Meter hohen Felsen, den Mitre Pike. Der spektakulärste Weg durch eine der letzten wilden Landschaften der Erde ist der Milford Track. Ein Schiff bringt die Truppe zum Startpunkt der ersten Etappe.Fiordland zeigt direkt seine raue Seite, eine Warnung für ein Abenteuer, das ohne Regen fast nie zu haben ist. Ray ist Tourguide, er ist auf dem Milford Track zuhause, keiner hat mehr Erfahrung als er. Eine urzeitliche Welt öffnet sich den Wanderern. Viele Pflanzenarten gibt es nur in Fiordland.Ray gibt ein gewaltiges Tempo vor. Sieben Stunden noch bis zur Lodge für die Nacht und der Weg steigt stetig an. Wasserstellen laden zum Baden ein, doch die Temperatur ist eisig, deshalb bleiben Neuseeländer draußen. Aber Ray amüsiert sich gerne über die Touristen, die ins eiskalte Wasser springen. Der Kea gilt als Schrecken aller Wanderer. Eigentlich liebenswert, doch respektlos intelligent zerstört er unbeaufsichtigte Rucksäcke mit seinem Schnabel. Ray hat seiner Truppe einen Trick gezeigt, falls die Vögel zu aufdringlich werden: Lautes Singen und schon fühlt sich der Kea gestört und flüchtet. Direkt vor den Wanderern liegt der MacKinnon Pass, das Ziel für morgen, doch Ray marschiert, als wollte er ihn schon heute erreichen. Kurz bevor die Dunkelheit über die Landschaft hereinbricht erreicht die Truppe die Lodge. Hier werden die Wanderer mit Essen versorgt und können dann ins Bett fallen. Der nächste Tag, der MacKinnon Pass ist verwandelt in ein Land von Wasserfällen. Ein Sturm peitscht das Wasser in die Wolken zurück. Fünf Stunden Aufstieg, trotz Regenkleidung, kein Stück Haut bleibt trocken. Die Hoffnung zentriert sich auf die Schutzhütte am Pass. Die Feuchtigkeit der Kleidung verwandelt die winzige Hütte in ein Dampfbad. Jeder isst und trinkt so viel er kann, alle sind erschöpft und das obwohl die Hälfte der Strecke noch nicht einmal erreicht ist. Nur Ray ist noch optimistisch: "Der Milford Track ohne Regen ist wie die Mona Lisa ohne ein Lächeln." Regen ist der Ursprung dieser unbändigen Natur, die alle hart fordert. Vier Tage sind die Wanderer insgesamt unterwegs. Der Regen gehört bald zu der Gruppe wie zum Fiordland. Als das Ziel "Sandfly Point" in Sicht ist, nimmt den Regen eigentlich keiner mehr wahr. Ein Schiff bringt die Wanderer zurück zum Startpunkt. Schon jetzt sind die Muskelschmerzen vergessen, die Eindrücke der Natur bleiben unvergesslich.

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