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Der Strom von morgen

In einem Labor in Kassel simulieren Forscher unsere mögliche Energieversorgung der Zukunft: Ein sogenanntes Kombikraftwerk, das drei natürliche Stromlieferanten vereint: Wind, Sonne und Biomasse. Sie sind variabel miteinander gekoppelt. Das heisst: Je nach Witterung kann ein Energieträger mehr genutzt werden kann als die anderen. Eine Vision, mit der Deutschland das selbstgesteckte Ziel erreichen könnte: Bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent zu senken. Noch aber rauchen die Schlote - und blasen Millionen Tonnen giftiges Kohlendioxid in die Atmosphäre: Ein Spiel mit dem Feuer. Treibhausgase beschleunigen den Klimawandel und damit die Erderwärmung - vor allem an den Polen. Sie beeinflussen den Zustand des Planeten, den künftige Generationen vorfinden werden: Die weltweiten Temperaturen und alle biologischen Abläufe, den Meeresspiegel - sogar den Fischfang. Mit Hochdruck werden daher in Deutschland Technologien erforscht, die Nachhaltigkeit gewährleisten. Bei natürlichen Ressourcen wie der Windkraft etwa lässt sich die überschüssige Stromausbeute sogar sammeln und für späteren Bedarf zwischenlagern - in einem Pumpspeicherkraftwerk. Durch Windkraft lassen sich zudem langfristig sogar die Strompreise senken. Jürgen Schmid: Im Mittel können wir in Deutschland den Strom für neun Cent die Kilowattstunde erzeugen, an den besten Standorten aber schon für fünf bis sechs Cent. In 20 Jahren werden diese Kosten sich halbiert haben und dann liegen wir unter den Herstellkosten des elektrischen Stroms von Kohlekraftwerken, von Kernkraftwerken und Gaskraftwerken und überhaupt jeder konventionellen Alternative. Bis 2020 soll bereits fast ein Drittel unseres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Allein bei bei Wärmeversorgung könnte Deutschland dann bereits eine Quote von 14 Prozent erreichen.

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