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Die Urfischjäger

1999: Der Meeresforscher Hans Fricke will mit seinem Team vor den Indonesischen Inseln abtauchen. Vor der Insel Sulawesi wurde ein Jahr zuvor ein Quastenflosser entdeckt. Für die Urfischjäger eine Sensation, denn sie haben das lebende Fossil bislang nur vor den Komoren in der Tiefe schwimmen sehen. Das Tauchboot Jago wird mit großer Erwartung zu Wasser gelassen. Nirgends kommen so viele Arten vor wie In den Indonesischen Gewässern. Im tieferen Wasser: Schwämme. Viele der Wissenschaft bis heute noch unbekannt. Diese Wesen filtern ihre Nahrung aus der Strömung. Ein Gradmesser auch für die Wissenschaftler: Denn viel Strömung bedeutet eine unruhige Fahrt. Der Abstieg in die Dunkelheit beginnt: Das Tauchschiff Jago landet 350 Meter tief an einem steilen Hang. Eine finstere Welt. Riffelbildungen am Boden sind eine erste Warnung: Hier gibt es Strömungen. Und schon setzt sie ein. Eine Seespinne nimmt reiß aus. Geschöpfe, die anmuten wie Außerirdische.Als der Nautilus, eine Uraltschnecke, kreuzt, wissen die Forscher, dass sie im Reich der lebenden Fossilien angelangt sind. Und dann diese Seeigel. Ganz alte Bewohner unserer Erde. Ganze 33mal tauchen die Forscher vor der Küste Indonesiens ab, um endlich diese Bilder zu bekommen: Eine riesige Höhle. Plötzlich leuchten Punkte auf, es sind Augen. Die Wissenschaftler können es kaum glauben, sie haben zwei Quastenflosser entdeckt. Ein Urfisch, ein Fossil, das über 400 Millionen Jahre unsere Erde bewohnt. Diese Tiere haben sie bislang nur vor den Komoren gefunden. Sie auch hier zu erleben, ist für die Urfischjäger ein krönender Abschluss für diese Expedition. Doch lange Zeit lassen sich die Urfische nicht filmen: Eine Strömung erfasst das Tauchboot, die Urfischjäger müssen wieder auftauchen.

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