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Die Wiege der Menschheit

Afrika - Die Wiege der Menschheit. Hier begann die Menschheitsgeschichte, zahlreiche frühmenschliche Knochenfunde beweisen das. Urmensch und Menschenaffe haben gemeinsame Vorfahren, doch irgendwann trennten sich ihre Wege. Ganz unterschiedliche Entwicklungen nahmen ihren Lauf. Eine Forschungsexpedition in Malawi. Hier machen sie immer wieder Funde, die eine Geschichte über den Urmenschen und seine Entwicklungsstufen erzählen. Professor Friedemann Schrenk fand in Karonga das weltweit älteste Fundstück der Gattung Homo, einen mehr als zwei Millionen Jahre alten menschlichen Unterkiefer. Zähne erzählen ein Stück Geschichte. Schon damals hat die Gattung Mensch anders gelebt als ihre tierischen Verwandten. Prof. Friedemann Schrenk "Man sieht an den Gruben und an den Furchen die da drauf sind, dass da speziell Pflanzennahrung zerkleinert wurde. Das ist also eine Speziallösung um diese hartfaserige, hartfaserige Nahrung klein zu bekommen. Wohin gegen die Gattung Mensch und die Zähne sehen wir hier, dafür Werkzeuge benutzt hat." Ist die Nahrungsaufnahme der Schlüssel für die unterschiedliche Entwicklung von Affen und Menschen? Wer Werkzeuge benutzt, kann effizienter Nahrung aufnehmen, braucht nicht so viel und ständig zu essen. Konnte sich der Mensch aufgrund von Werkzeugen schneller entwickeln als der Menschenaffe? Die ältesten von Hominiden hergestellten Werkzeuge sind 2,6 Millionen Jahre alt. Auf Faustkeile folgten Steinmesser mit denen sie Fleisch und Pflanzen zerkleinern konnten. Die Frühmenschen machten sich nach und nach unabhängig von ihrer Umwelt, indem sie Techniken zur Verbesserung ihrer Überlebenschance entwickelten. Heute weiß man aber, dass auch Schimpansen manchmal Werkzeuge einsetzen. Prof. Dr. Christophe Boesch, Primatologe "Vor zwei Monaten hat eine neue Publikation aus dem Senegal gezeigt, dass Schimpansen auch zur Jagd regelmäßig Werkzeuge gebrauchen, obwohl dieser Werkzeuggebrauch als Waffen bislang als Spezifisch für den Mensch betrachtet wurde."Wenn Schimpansen genau wie wir Menschen Werkzeuge benutzen, wo liegt dann der Unterschied? In einem speziellen Experiment studieren Verhaltensforscher das Problemlösungsverhalten von Mensch und Schimpanse. Hinter Gitterstäben steht ein blaues Kästchen, die Probanden sollen es zu sich heranziehen. Beide bekommen ein Hilfsmittel und der Versuchsleiter zeigt den entscheidenden Trick. Jetzt geht es um soziales Lernen. Wer wird seine Sache besser machen? Der kleine Jakob oder die Schimpansin Sandra? Jakobs Ehrgeiz ist geweckt, die Schlaufe hat er schon und mit ein bisschen Übung löst er die Aufgabe. Währenddessen versucht Sandra, mit dem Werkzeug zu angeln. Die technischen Details sind ihr offenbar entgangen. Kurze Zeit später gibt sie auf. Nach Ansicht der Psychologen ist das Kind nicht etwa klüger. Entscheidend ist die Fähigkeit des sozialen Lernens. Für die Forscher ist das die eigentliche Grundlage für den Unterschied zwischen Mensch und Menschenaffe.

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