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Eastern und Oriental Express

Eine Reise im legendären Eastern and Oriental Express. Fernost auf Schienen: Eine Drei-Tages-Fahrt nach Bangkok steht bevor. Noblesse und Understatement umgibt den legendären Zug. Spätestens wenn Darjeeling-Tee aus silbernen Kännchen serviert wird, beginnt die Reise in das knapp 2000 Kilometer nördlich gelegene Bangkok. Der Zug hat die Skyline Singapurs hinter sich gelassen. Das leise Rattern wird zum rhythmischen Begleiter. Wer hier mitfährt, reist in elegantem Ambiente. In den Wagons findet sich der Stil der kolonialen Vergangenheit Südostasiens wieder. Bordsteward: "Diese Reise hier ist eigentlich ein Reiseerlebnis. Es ist nicht, dass sie von Bangkok nach Singapur oder von Singapur nach Bangkok fahren. Das sind zwei Nächte an Bord, fast 3 Tage an Bord. Es ist Luxus, es ist sich Zeit nehmen und sich zurückversetzen in eine Zeit der 30er Jahre und wirklich eine Reise genießen. Es gibt keine Telefone, es gibt kein Fernsehen, es gibt keine Computer hier an Bord. Es ist Reisen wie in den 30er Jahren." Überall im Zug spiegelt sich die Liebe zum Detail wieder. Der Luxus des Eastern and Oriental Express hat schon viele Gäste in seinen Bann gezogen: Bordsteward: "Wir hatten die Königsfamilie von Thailand, wir hatten den Minister von Malaysia, Sir Andrew Loyd Webber, wir hatten den Fashiondesigner Kenzo an Bord. Manchmal fahren die auch unter einem Pseudonym, das heißt wir wissen gar nicht, wer das ist." Während die Gäste noch im Speisewagen entspannen, bereitet der Steward schon die komfortablen Abteile für die Nacht vor. Doch an Schlaf denken die Wenigsten. Die Aussicht ist einfach zu beeindruckend. Am nächsten Morgen steht ein Landausflug auf dem Programm. Per Fährschiff geht es auf die Malaysische Halbinsel Penang. Die Rikschafahrer warten schon auf die Passagiere. Langsam und bequem geht es so durch die Kolonialstadt Georgetown. Ein farbenfrohes und turbulentes Straßenbild gewürzt mit tropischen Gerüchen. Ein kurzer Einblick, dann geht die Reise mit dem Eastern and Oriental Express weiter. Wie ein grüner Lindwurm schlängelt sich der Nobelzug durch die tropische Landschaft. Der offene Panoramawagen ist die Hauptattraktion des berühmten Zuges. Aus dem Dschungel dringen Tierstimmen. Elefanten tröten, Grillen zirpen und wenn man Glück hat, hört man das Brüllen eines Tigers. Ein Geheimnisvoller Blütenduft streift die Nase. Tropische Schwüle umschmiegt die Haut. Vorbei an Dörfern und Siedlungen. Alle paar Minuten verändert sich die Landschaft und der Ausblick für die Reisenden. Letzter Stopp vor Bangkok ist die historische River Kwai Brücke. Langsam rollen die Wagons über das ehrwürdige Bauwerk, das einen Großteil seines Ruhms dem gleichnamigen Roman verdankt. Schon bald erreicht der Eastern and Oriental Express Bangkok. Das Ende einer außergewöhnlichen Reise, dessen Ziel die Reise selbst war.

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