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Faszination Gyrocopter

Mit dem Tragschrauber übers Revier. Ralf Lubinsky lebt fürs Fliegen und vom Fliegen mit dem Gyrocopter. Von diesen speziellen Tragschraubern gibt es noch nicht viele in Deutschland. Kein Dach überm Kopf, dafür fliegen mit echtem Panoramablick. Die meisten Passagiere, die einmal mitfliegen, kommen immer wieder. So ging es auch Ralf Lubinsky: "Im Grunde genommen ist es angefangen als Hobby. Ich habe den Traghubschrauber 2007 Probe geflogen, war sofort fasziniert davon, von der Wendigkeit, von diesem ruhigen Fliegen und habe dann direkt die Ausbildung angefangen und habe mir sofort einen bestellt." Lubinsky gibt sein Wissen weiter an andere, die vom Gyrocopter nicht mehr lassen wollen. Flugstunden, machen dem passionierten Piloten Spaß und er kann die Raten für den Drehflügler abbezahlen. Für Alexander ist es die sechste Flugstunde hier in Marl-Loemühle. Alleine würde er sich noch nicht in die Luft wagen. "Und Alexander, Muffensausen?" " Naja, im Moment eigentlich nicht. Ich glaube, die ersten Sachen, die passieren, die kann ich noch abarbeiten." "Jetzt bist Du ja auch noch auf dem Boden." "Jetzt bin ich noch auf dem Boden ja, aber auch gleich in der Luft, denke ich. Wobei, der Fluglehrer findet immer noch Sachen. Oder findet doch noch im Moment sehr viele Sachen, die ich noch nicht so drauf habe." Der Gyrocopter ist ein Drehflügler. Er kann sich deshalb auch nicht senkrecht in die Luft schrauben wie ein Hubschrauber, sondern braucht ein wenig Anlauf. Abheben bei Tempo 70. Vom Flughafen Marl-Loemühle geht es Richtung Recklinghausen und das fast im Freien. Besonders für Flugschüler beruhigend: Der Gyrokopter kann nicht einfach vom Himmel fallen, selbst wenn alle Maschinen versagen, lassen ihn die Drehflügel sanft zu Boden gleiten. Nicht ganz so beruhigend: Der Gyrocopterpilot muss sich nach Sicht orientieren können. Alexander aber findet den Flugplatz ohne Probleme. "Was schätzen Sie, wann werden sie wirklich alleine zum ersten Mal die Tour machen?" " Oh. Da habe ich mich noch gar nicht mit beschäftigt. Ich habe das noch so ein bisschen vor mir her geschoben, dass irgendwann der Tag kommt, wenn derjenige zu mir sagt, jetzt sitzt Du alleine drin. Das kann ich gar nicht sagen."Der Flug bringt neue Kundschaft. Diese Touristin hat zufällig zugesehen. Jetzt will sie selbst abheben. Reporter: "Sie haben das jetzt spontan überlegt?" Touristin: "Ja, klar. Freue ich mich schon drauf." Reporter: "Haben sie das eigentlich öfter, dass Leute so spontan einsteigen?" Pilot: Es kommt nicht allzu oft vor, die meisten Leute müssen es sich schon etwas länger überlegen und man muss sagen, meistens sind es Geschenke. Da überlegt sich so ein Kegelclub: Mensch, der Hans, der hat immer so eine große Klappe, da wäre das doch eine tolle Sache." Das schräge Fluggerät macht viele neugierig und deshalb kann der ehemalige Schreiner auch inzwischen von seinem Hobby leben. Damit hätte er anfangs selber nicht gerechnet.

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