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Giraffenmann auf Reisen

Die Giraffenfamilie im Gelsenkirchener Zoo ist ganz happy - solange klar ist, wer der Mann im Haus ist. Der Giraffenvater ist da unerbittlich. Jungbulle Abidemi muss deshalb auch das Gehege verlassen. Er wird bald der Chef einer anderen Giraffen-Familie sein und erst einmal verreisen.Dr. Pia Krawinkel, Tierärztin: "Heute ist ja der große Transport, unser Giraffenbulle Abidemi geht nach Dresden und wir haben ihn jetzt hier schon in dem Quarantänestall separiert, jetzt wird er unmittelbar vorher noch einmal eine kleine Beruhigungsspritze bekommen." Die "kleine Beruhigungspritze" ist ein Pfeil, den die Tierärztin mit einem Blasrohr abschießt. In dem Pfeil befindet sich ein Mittel, das Abidemi müde macht. Diese Technik sieht abenteuerlich aus, ist aber sehr genau und vor allem: sie verletzt das Tier nicht und tut kaum weh. Gleich der erste Pfeil trifft Abidemi in die Schulter, er erschrickt kurz, beruhigt sich aber schnell wieder. Draußen fährt währenddessen schon der Transportwagen vor. Der muss ganz speziell sein, denn eine Giraffe ist ja nicht gerade handlich. Giraffenmänner wie Abidemi können bis zu 6 Meter hoch werden. Tiertransporteur Roy Smith kennt sich mit den XXL-Maßen und dem Gemüt der Tiere aus. Roy Smith, Tiertransporteur: "Die Tiere haben verschiedene Charaktere, genau wie Menschen auch, der eine regt sich über etwas leichtes auf und dem anderen ist es egal." Abidemi ist noch immer auf den Beinen - das ist auch gut so, denn er soll ganz allein in den Transportwagen gehen. Die Tierärztin versucht ihm gut zu zu reden und ihn zu beruhigen. Bald schon traut Abidemi sich und marschiert in den Wagen. Er ist noch etwas zaghaft und vorsichtig, aber drinnen locken leckere Zweige. Schnell werden die Türen verschlossen und dann kann es schon losgehen. Dass Abidemi so schnell verladen ist, damit hätte niemand gerechnet. Die Mannschaft ist begeistert, eine super Giraffenverladung. Abidemi schaut zum Abschied noch einmal aus seinem Wagen - den stressigsten Teil seiner Reise hat er hinter sich. Jetzt er kann er sich entspannen und sich auf sein neues Leben freuen. Auf ein Leben als Herdenchef. Wenn es unterwegs keine Staus gibt, wird Abidemi heute Abend schon an seinem Ziel ankommen, dem Dresdner Zoo.

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