wissen.de
Total votes: 83
VIDEO

Himalaja - Schmelzende Gletscher

Himalaja - höchstes Gebirge der Welt. Seine imposanten Gletscher versorgen Millionen Menschen im asiatischen Raum mit Wasser. Doch die Folgen der globalen Erwärmung machen auch vor den Gletschern des Himalajas nicht halt. Um den Rückgang der Eisfläche zu dokumentieren, werden die Gletscher per Satellit regelmäßig überwacht. Doch das ist nicht aussagekräftig genug. Denn die Gletscher sind fast komplett mit Schutt und Geröll bedeckt. Ob sich darunter immer noch eine dicke Eisschicht verbirgt ist nicht ersichtlich. Da bleibt nur eins: Die Bilder aus dem All mit der Realität abgleichen. Die Expedition beginnt auf 2700 Metern Höhe im nepalesischen Lukla: Dresdner Geowissenschaftler und Kartografen wollen genau untersuchen wie sich Geroll und Eismassen technisch unterscheiden. Mit den Daten die das Team Vorort sammelt sollen die Sattelitenaufnahmen auch in Zukunft besser interpretiert werden. Ab jetzt müssen die Dresdner zu Fuß weiter gehen. In der immer dünner werdenden Luft ist jeder Schritt ein Kraftakt. Fast 10 Tage dauert der Aufstieg. Die Expedition treibt die Wissenschaftler oft an ihre körperlichen Grenzen. Im Nuptsegletscher in 5000 Meter Höhe schlägt das Team ein Zeltlager auf. Hier können die wissenschaftlichen Arbeiten beginnen. Ein speziell für diese Expedition gebauter Lenkdrache mit Kamera soll Bilder aus der Vogelperspektive machen. Präzise Angaben über den Rückgang der Gletscher, dass ist das Ziel dieser Messung. Mit einem Spektrometer messen die Forscher die Wellenlängen bei Eis und Geröll, diese Auswertungen werden mit den Weltraumbildern verglichen, so will man in Zukunft die Satellitenbilder besser auswerten können. Die Stromversorgung der Messgeräte wird zum Dauerproblem auf 5000 Metern Höhe. Ohne Strom keine Daten, die Expedition steht kurzzeitig vor dem Aus. Doch dann laden die Solarpanels die Batterien doch noch so weit auf, dass die Forschung weitergehen kann. Forschen unter extremen Bedingungen, dass spürt die Expeditionscrew spätestens als das Wetter umschlägt und die Temperaturen auf unter 20 Grad sacken. Trotzdem, die Dresdner halten durch und kommen zurück mit vielen neuen Erkenntnissen. Davon einige sehr Besorgnis erregend: Die Folgen der Klimaentwicklung haben sich den Forschern sehr viel deutlicher gezeigt als bisher durch die Satellitenbilder angenommen. Ein klares Fazit: Tibets Gletscher schrumpfen und zwar rasant!

Total votes: 83