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Honig   

Bienen sind fleißige Insekten. Bis zu 100 Blüten fliegt jede Biene au einem Flug auf der Suche nach Nektar an. Den erreichen sie mit ihrem Rüssel. Andere haben sich auf Pollen spezialisiert. Um den aufzunehmen haben die Bienen spezielle Körbchen an den Hinterbeinen. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Sie putzt sich während der Blütenbesuche und es bleiben an den Hinterläufen, da sie sehr feine Behaarung hat am ganzen Körper, trägt sie den Blütenpollen von einer Blüte zur nächsten und hat, am Ende, wenn sie fertig ist mit ihren Blütenbesuchen, hat sie an den Hinterläufen so genannte Pollenhöschen an und das ist dann unser Blütenpollen, den sie nach Hause bringt und ins Volk einträgt." Aber nicht alle Honigbienen sammeln auch Honig. Die einen holen Wasser, die anderen übernehmen Arbeiten im Bienenstock. Und auch im Bienenstock sind viele verschiedene Arbeiten zu verrichten. Um einen Bienenstock zu öffnen, braucht der Imker einen sogenannten Smoker. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Damit können wir die Bienen besänftigen. Die Bienen mögen keinen Rauch und ziehen sich dementsprechend zurück." Ein Bienenstock besteht aus zwei Teilen. Den oberen Teil bildet die Vorratskammer. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Wir haben hier eine sehr schöne Honigfarbe. Und wenn ich das jetzt hier mal ankratze, dann sieht man, wie jetzt der Honig hier raus läuft." Doch erst muss der Blütennektar zu Honig werden. Dafür muss die Sammelbiene den Nektar an eine Stockbiene übergeben. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Die Bienen haben eine Honigblase. In dieser Honigblase wird der Nektar umgewandelt und dann kommt er erst, wird er erst eingetragen als Honig." Dafür entzieht die Stockbiene dem Honig Wasser und setzt ihm gleichzeitig bestimmte Enzyme zu. Damit die Wabe haltbar bleibt, wird sie schließlich mit Wachs abgedeckt. Der Blütenpollen wird nicht zu Honig verarbeitet. Dieser wandert in das Erdgeschoss des Bienenstocks, in dem die Brutkammer liegt. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Das ist eine Pollensammlerin und Nektarsammlerin, die also sehr schön ihre Pollenhöschen noch an hat und den Pollen nach Hause trägt, den sie jetzt wiederum in die Brutwaben einlagert." Die Königin des Bienenvolks ist mit einer Nummer markiert. Bis zu 2000 Eier legt sie am Tag, jedes Ei kommt in eine Wabe. Die Waben sind seckseckig, weil sie so am Wenigsten Platz und Baumaterial verbrauchen. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Wenn sie runde Waben bauen würden, hätten sie sehr viel Verlust in den Gängen dazwischen. Und wir haben ja hier bis zu 500 Zellen auf einer Bienenwabe und wir würden sehr viel weniger, wenn sie kreisförmig bauen würden, sehr viel weniger Platz haben." Um den Honig zu ernten, muss der Imker zuerst die Bienen von den Waben bürsten. Dann holt sich der Imker die überschüssigen Wintervorräte der Bienen. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Um jetzt an unseren Honig zu kommen, müssen wir den Honig entdecken. Das machen wir mit Hilfe einer Entdecklungsgabel." Ist die Wachsschicht von den Waben entfernt, kommen immer vier gleichzeitig in eine Honigschleudermaschine. Damit die waben nicht kaputt gehen, muss man sie äußerst vorsichtig behandeln. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Das ist wie eine Wäscheschleuder, das Prinzip, ne. Der Honig wird also an die, hier sieht man das jetzt, wie der Honig aus der Wabe raus geschleudert wird." Bis zu eineinhalb Kilo Honig sind in so einer Wabe enthalten. Michael Feldkamp, Imkerei Feldkamp "Wir sieben unseren Honig. Das heißt, wir entziehen diesem Honig nichts. Es bleibt alles, alle natürlichen Bestandteile des Honigs bleiben enthalten." Honig. Ein reines Naturprodukt.. Die Farbe erhält der Honig übrigens durch die Pflanzenart, von der die Bienen den Nektar sammeln.

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