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House-Running

House-Running - Menschen am Abgrund. Eine schwindelerregende Mutprobe. Petra Paul: "Ach du meine Güte." Es ist der wohl spektakulärste 100-Meter-Lauf, von Berlins höchstem Hoteldach am Alexanderplatz, senkrecht in die Tiefe. Auch wenn die Läufer wie kleine Punkte an der Fassade eher schleichen oder hängen. Sebastian Gregers ist gleich dran. Seine Freundin hat ihm den Nervenkitzel zum siebten Jahrestag geschenkt. Sebastian Gregers: "Die will mich anscheinend loswerden. Deswegen hat sie mir das anscheinend geschenkt." Kameramann "Ach nee, wie kann man hier vorwärts herunter laufen?" So wie Sebastian. Überraschend locker nimmt er die größte Hürde, das Kippen in die Horizontale. Sebastian Gregers: "Das ist schon irgendwie irre. Meine Fresse.... Jetzt kann ich ganz normal laufen ja?" Ganz normal laufen ist leicht gesagt, der Dauerregen macht die Glasfassade spiegelglatt. Gleichzeitig muss Sebastian die Körperspannung halten. Sonst baumelt er wie ein nasser Sack vor den Hotelzimmern. Sebastian Gregers: "Na von der Höhe her ist es kein Problem, aber ich find nur das ist anstrengend hier, mit dem Seil." Endlich unten angekommen. Sebastian Gregers: "Der entscheidende Vorteil war der, ich hatte keine Brille auf. Sah ich nicht, was auf mich zukam. War natürlich wunderbar." Als nächstes macht Petra sich startklar zum Hauslauf. Auch sie wird professionell gesichert. Allerdings haben sich die Bedingungen inzwischen erheblich verschlechtert. Es regnet in Strömen, Windböen fegen am Haus entlang. Die Veranstaltung steht kurz vor dem Abbruch. Aber Petra kennt nur eine Richtung: Nach unten. Petra Paul: "Ich gebe mir doch nicht die Blöße vor meinen Kindern. Werd doch nicht kneifen." Bloß nicht lange nachdenken. Ohne zu zögern kippt sich Petra Paul in die spiegelglatte Hauswand. Mehr als hundert Meter über den Dächern von Berlin. Petra Paul: "Petra Du schaffst das. Du schaffst das. Du schaffst das." Wacker wandert sie Fassade hinab. Die Mutprobe zum 50-sten Geburtstag hat Petra bestanden. Petra Paul "Ja, ich alte Schachtel da oben runter, find ich gut." Jetzt will sie sich mit der Familie Berlin angucken. Spazieren gehen, mit beiden Beinen auf dem Boden.

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