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Kampf um den Regenwald

Kongo - Zentralafrika. Diese Region in der Nähe der Stadt Bumba nennt man auch den zweiten Lungenflügel der Erde. Nach dem Amazonas in Südamerika befindet sich hier das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Welt. Noch, muss man sagen, denn große Flächen wurden schon gerodet. Menschen setzen sich deshalb für den Schutz der Wälder ein. Einer von ihnen ist René Ngongo, er wurde für seine Arbeit sogar mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Im Regenwald, sagt er, gibt es heute keine Vögel und kaum noch andere Tiere. Sie sind geflüchtet, vor den Maschinen und vor den Waldarbeitern, die so viel Krach machen. Der Wald ist Lebensgrundlage auch für die Menschen. Er bietet Schutz und Nahrung. Wenn der Wald schrumpft, dann sind das allerdings düstere Aussichten René Ngongo, Umweltschützer: "Im Kongo hängen rund 40 Millionen Menschen vom Wald ab, direkt oder indirekt." Die Holzfirmen nutzen den Wald selektiv. Pro Hektar werden nur wenige Bäume gefällt. Aber die Schneisen für die Fahrzeuge werden überall in den Regenwald geschlagen. Einen noch größeren Schaden als die Holzfirmen richtet die Landwirtschaft an. Die Menschen leben vom Boden, nach 1-2 Jahren ist er ausgelaugt, dann roden sie weitere Flächen für neue Felder und Dörfer. René Ngongo will das ändern. Er hält heute ein Seminar zum Schutz des Regenwaldes. Um noch mehr zu erreichen, hat er sich mit Greenpeace zusammen geschlossen. Die meisten Anwesenden haben noch nie etwas von Klimawandel oder nachhaltiger Landwirtschaft gehört. Der Nobelpreisträger fährt auch in die Dörfer. Innerhalb weniger Minuten sind alle Bewohner zusammen gelaufen. Und er warnt, der Wald dürfe nicht für Ackerland geopfert werden. Doch er weiß selbst: was fehlt, sind Alternativen für die Zukunft. René Ngongo, Umweltschützer: "Wir brauchen Lösungen, für die Menschen, die Gemeinden müssen Alternativen zur Abholzung finden, wir müssen der kongolesischen Regierung und den Geldgebern Vorschläge machen." Die Situation ist schwierig, aber es steht fest: langfristig können sich Unternehmen und auch Bewohner eine Zerstörung des Regenwaldes nicht mehr leisten.

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