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Kunstvolle Investitionen

Die Londoner Kunst-Auktionshäuser verdienen gut. Ihre Objekte erreichen immer neue Verkaufssummen. In Kunst zu investieren ist derzeit großer und weltweiter Trend.Jussi Pylkkänen, Auktionshaus Christie's: "Es hat einen großen Wandel gegeben, hin zu den neuen Märkten. Die Kunden kommen aus Russland, aus Nahost, aus Asien und Indien." Auf die Globalisierung der Wirtschaft folgt nun die Globalisierung der Kunst. Und auch wenn Aktienmärkte in die Krise geraten sind, die großen Galerien spüren von der Krise wenig. Gilbert Lloyd, Kunsthändler: "Wie ich angefangen hab als Kunsthändler, im Januar 1962, da gab es kein Geld, keine Sammler, fast keine Galerien und Massen von Bildern. Und jetzt ist es ganz umgekehrt." Superreiche treiben die Preise in die Höhe. Sie lieben Kunst und noch mehr die Kunst einer sicheren Kapitalanlage - fern ab einer Wirtschaftkrise. Pierre Behrend, Kunstsammler: "Moderne Kunst wie Kirchner, Munch oder Nolde ist ohne Risiko, ich habe viele Kirchner und Nolde und solche Künstler und ich kann nachts schlafen." Heute geht beinahe alles auf dem Kunstmarkt, egal ob klassisch, modern oder zeitgenössisch. Vor allem Neureiche, die wenig Wissen, aber dafür viel Kapital haben, mischen den Markt auf. Geschulte Banker haben sich darauf spezialisiert, solche millionenstarken Kunden gezielt zu beraten. So entstehen die Rekord-Summen in den Auktionshäusern. Auch die Royal Academy of Arts hat gerade Hochkonjunktur. Für ihre Sommerausstellung haben sich mehr als 10.000 Künstler beworben. 2.000 davon kommen zum Zug. Das Besondere dieser Ausstellung: Die Werke sind käuflich - und meist nicht teuer. Edith Devaney, Ausstellungsleiterin: "Wir haben großartige Zuschauerzahlen, jeden Tag kommen 2000 Menschen und wir verkaufen prima." Das Publikum hofft einen noch unbekannten Künstler zu einem guten Preis zu bekommen. Wird dieser später ein Star wird, war es eine gute Investition.

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