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Marathon

490 vor Christus. Die Schlacht bei Marathon steht bevor. Die Griechen bringen sich in Position. Das Heer der Athener ist gut ausgerüstet und selbstbewusst. Schätzungsweise 10.000 Mann stehen den Herausforderern, den Persern gegenüber - ein bunt zusammen gewürfelter Haufen. Aber die Perser sind 8-mal so viele, also zahlenmäßig überlegen. Die kleine Armee der Griechen ist beunruhigt und sieht ihre Chancen schwinden. Unterstützung muss her. Man schickt einen Meldeläufer zu den Spartanern, mit der Bitte um Beistand. 220 km liegen vor dem Läufer. Und auch ihm läuft die Zeit davon. Bei Marathon werden die Perser langsam müde. Die Reiter verfrachten sie in ihre Schiffe und auch die restlichen Soldaten machen es sich gemütlich und nehmen die Athener nicht ernst.Zwei Tage braucht der griechische Läufer, bis er in Sparta ankommt. Er bittet um Hilfe im Kampf gegen die Perser. Die Spartaner sind willig, können jedoch erst in einigen Tagen losziehen. Im Lager der Griechen wird man derweil ungeduldig. Die Perser sind müde und ohne Reiter - sind sie jetzt besiegbar? Athen wagt den Angriff. Dr. Wolfgang Hameter, Althistoriker: "Die sind einfach los marschiert, die wollten einfach nicht vor den Persern kapitulieren." David Scahill, Historiker: "Das hatte große Bedeutung für die Athener, für die weitere athenische Geschichte und die Geschichte überhaupt. Dies ist ein großer Kampf in aussichtsloser Lage." Die Athener starten einen Sturmangriff. Sie laufen einfach los - ohne Rücksicht auf Verluste. Die Perser sind davon so überrascht, dass sie nicht einmal schnell genug ihre Bögen spannen können. Trotz der immensen Überzahl werden die Perser von den Athenern überrannt und eingekreist. Viele fliehen auf die Schiffe. Als der Meldeläufer aus Sparta eintrifft, ist die Schlacht schon längst vorbei. Die Soldaten sind zufrieden. Sie haben das Gefecht auch ohne die versprochene Hilfe aus Sparta überstanden. David Scahill, Historiker: "Wir haben nur die überlieferten Zahlen, nach denen wir uns richten müssen. 6.400 Perser wurden getötet und nur 192 Athener. Am Ende also ein wahrer Triumph für die Athener." Was nun folgt, ist Legende: Der Läufer soll weitere 42 km bis nach Athen gerannt sein, um die Stadt vor der Rache der Perser zu warnen. Zugleich soll sich das griechische Heer auf den Weg gemacht haben. Sie versuchten wohl schneller zu sein als die Perser mit ihren Schiffen. Der Meldeläufer erreichte vermutlich als erster die Stadt und verkündete den Sieg: "Freut euch, wir haben gesiegt". Danach soll er tot zusammen gebrochen sein. Auch das Heer der Athener ist wahrscheinlich vor der persischen Flotte eingetroffen. Die Schiffe der Feinde sollen darauf hin umgekehrt sein. Die Marathonstrecke aber gilt bis heute als Zeichen großer Ausdauer und Willenskraft.

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