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Müde Elche

Elche haben ein dickes Fell, deshalb können sie auch im Gelsenkirchener Zoo bei jedem Wetter draußen schlafen. Erst morgens kommen sie in den Stall. Eigentlich. Melanie Ruthemann, Tierpflegerin: "Ja, jetzt holen wir erst mal die Elche rein, damit wir auch die Anlage sauber machen können. Komm fein, komm. Hanna, komm. Du kannst nur rufen, klappern und warten. Die haben ihren eigenen Kopf. Wenn sie nicht kommen, dann hänge ich hier mal zwei Stunden hintereinander. Gucke immer mal, ob sie reinkommen oder nicht. Also, da steckt man halt nicht drin in den Tieren, ne." Melanie würde trotzdem nie versuchen, die müden Gesellen von Nahem anzutreiben. Melanie Ruthemann: "Ich gucke jetzt mal, vielleicht steht der Bulle auf, wenn ich vorne mal ein bisschen an die Anlage gehe. Das wenigstens schon mal einer aufsteht. Lines, komm steh mal auf. Komm fein, komm. Ja Lines, hopp. Der ist momentan nicht ganz ohne, der fängt auch schon an, die Weiber ein bisschen zu jagen auf der Anlage. Sein Geweih ist richtig ausgebildet, sein Testosteronspiegel ist auch schon ein bisschen erhöht. Und das wäre ein gefährliches Risiko für mich, weil ich könnte überhaupt nicht flüchten auf der Anlage. Im Wasser hat man gar keine Chance, weil die ja selbst ins Wasser auch gehen. Und die können ja eine Geschwindigkeit von 55 Stundenkilometern erreichen und da habe ich gar keine Chance, ne. Die sehen so super lieb aus, aber wenn man den Moment verpasst, wo sie gerade aufstehen wollen, dann hat man eigentlich verloren weil, dann können die lospreschen ohne Ende. Und da hat man gar keine Chance mehr." Schon gar nicht bei einem Bullen, der kann nämlich ein Geweih von bis zu 2 Metern Spannweite haben. Da hilft nur eines: Abwarten. Endlich hat sich der erste Elch bequemt aufzustehen. Das Wissen um das Frühstück im Stall treibt die immer noch müden Elche hoch. Melanie Ruthemann: "Super, Marlin komm fein, komm. Ja super. noch ein bisschen weiter."Nacheinander und mit ganz viel Geduld sammelt Melanie ihre eigensinnigen Schützlinge ein.Elche gehören zur Familie der Hirsche, wobei der Elch viel größer ist als seine Verwandten. Ein Elch kann bis zu 3 Meter lang und über 2 Meter hoch werden.So, alle drin. Melanie hat ihre Elch-Familie erfolgreich eingesperrt. Jetzt hat sie freie Bahn auf der Anlage. Melanie Ruthemann: "Die alten Äste müssen jetzt raus, haben die Elche ja gut abgefressen. Blätter sind kaum noch dran, ganz minimal. Rinde haben sie auch ein bisschen geschält. Aber lieber fressen sie momentan das Laub, als die Rinde. Aber jetzt können wir erst mal alles raus holen." Berge von Zweigen haben die Elche über Nacht abgeschält. Jeden Tag von Neuem bastelt Melanie den Tieren einen neuen schmackhaften Wald. Elche fressen am liebsten Pappeln, Birken und Weiden. Und davon ziemlich viel, denn die Schwergewichte können schon mal 800 Kilogramm auf die Waage bringen. Alle Tiere satt zu bekommen, ist für die Tierpflegerin ein harter Job. In freier Natur kümmern sich die Elche natürlich selbst um ihr Fressen, sie leben vor allem in dichten Wäldern, in kühleren Gebieten der Erde, denn Elche fühlen sich bei +10 bis -20 Grad am wohlsten.

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