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Muskelkater

Sport ist gesund und hält fit. Doch wer innerhalb weniger Wochen vom Sportmuffel zum Marathonläufer werden will, der muss sich auf etwas gefasst machen: nämlich auf Muskelkater. Der kommt zwar spät, bleibt dafür aber gerne etwas länger. Unsere Muskeln können schon enorme Kräfte aushalten, allerdings nur, wenn sie regelmäßig belastet und trainiert werden. Ungewohnt lange bzw. starke körperliche Belastung führt darum oft zu Muskelkater.  Bisher war man der Meinung, Muskelkater entstünde durch Übersäuerung, das heißt durch zu viel Milchsäure im Körper. Vor allem ihren Salzen, den Laktaten, gab man die Schuld. Denn je intensiver die Muskelarbeit, desto mehr Laktat wird gebildet.  Eine Laktat-Wert-Messung kann deshalb auch die Fitness eines Menschen zeigen. Laktat hält sich im Körper etwa 20 bis 30 Minuten lang, ein Muskelkater tritt aber erst Stunden später auf - in dieser Zeit hat sich der Laktat-Spiegel längst normalisiert. Nach Meinung der Forscher kann eine Übersäuerung somit also nicht die Ursache für Muskelkater sein.  Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei der Überlastung der Muskeln zu feinen Rissen in den Muskelfasern kommt. Diese Risse werden nicht sofort als Schmerz wahrgenommen. Zunächst einmal werden durch die Mikrorisse Entzündungsstoffe frei gesetzt, hier rot. Sie vermischen sich mit Wasser, das durch die Risse ins Gewebe eindringt. Entzündungsstoffe und Wasser lassen die Muskelfasern langsam anschwellen. Der dabei auftretende Dehnungsschmerz tritt nach 1-2 Tagen auf ist nichts anderes als Muskelkater.  Doch die gute Nachricht lautet: auch Sportmuffel können Muskelkater vermeiden. Die Lösung dafür heißt: gutes Stretching vor und nach dem Training sowie intensives Aufwärmen der Muskeln. Wenn man dann noch die Leistung langsam steigert, stehen die Chancen gut, ganz ohne Muskelkater fit zu werden.

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