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Nervenkitzel Eisklettern

Das Zugspitzmassiv bei Garmisch Partenkirchen. 12 Männer und Frauen wollen es hier heute wagen, durchs Eis zu klettern. Der Bergführer hilft mit der ungewohnten Ausrüstung. Am Seil gesichert, mit Helm und Steigeisen unter den festen Schuhen, kann es dann ins Eis gehen. Die Eiswand, gut 15 Meter hoch. Ein gefrorener Wasserfall. Sandra ist die nächste. "Für mich ist das völliges Neuland und ich hab auch schon ein bisschen Schiss, muss ich sagen. Also, wenn ich auch so sehe, weiß nicht, ich glaub, ich find sogar das Abseilen schlimmer als da hoch gehen." Allein Pickel und Steigeisen geben im blanken Eis Halt. Das Seil ist nur zur Sicherung da. Es läuft wie bei einem Flaschenzug durch einen Karabiner weiter oben. "Jetzt ist der Respekt ziemlich groß, definitiv." Trotz guter Sicherung: Die senkrechte Eiswand verlangt von allen Mut und Kraft. "Man merkt halt, dass man diese Muskulatur auch sonst überhaupt nicht gebraucht, halt wirklich viel aus dem Ärmel, also viel aus dem Handgelenk und also, zumindest bei mir als Anfänger, geht und ja es ist schon ganz schön hoch." 10 Meter über dem Boden kämpft jetzt Sandra mit dem Eis. Originalton "Das ist wahnsinnig anstrengend. Vor allem in den Unterarmen." Oft stecken die Zacken der Steigeisen nur wenige Millimeter tief im Eis. Die Angst, plötzlich abzurutschen, ist auch bei der dreißigjährigen Anfängerin immer da. "Da vertraut man sich den Eisen net so richtig, mit den Eisgeräten und den Steigeisen an den Füßen, da muss man immer auf das Eisen vertrauen und das ist ein bisserl schwierig." Auch Sandra schafft es schließlich ganz nach oben. Gut 15 Meter senkrechtes Eis haben sie und die anderen Anfänger bei ihrem Schnupperkurs gemeistert. "Und ist das Runtergehen wirklich schlimmer als das Hochgehen?" "Nee, macht Spaß." "Und was für ein Gefühl, da drüber gekommen zu sein?" "Super, aber ich darf nicht nach unten sehen." Höhenangst, das ist wohl das Einzige, was man beim Eisklettern wirklich nicht gebrauchen kann.

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