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Portugiesische Kolonialgeschichte

Bereits im 15. Jahrhundert beginnen die Portugiesen neue Wasserwege zu erkunden. Ihr Ziel: Mehr Einfluss in der Welt. Sie sind zwar tüchtige Seefahrer, haben aber immer noch zu wenig Land und Rohstoffe Mit jeder Expedition kommen die Portugiesen ihrem Ziel näher. Im Jahre 1498 schließlich entdecken sie den Seeweg nach Indien. Portugal wird damit koloniale Weltmacht. Prof. Alexander Demandt, Althistoriker: "Diese Wachstumsmöglichkeiten von kleinen, aktiven, militärrisch, technisch überlegenen Minderheiten zur Expansion, das ist eine Sache, die es zu allen Zeiten gegeben hat." Portugal erobert auch Brasilien. Hier erwartet die Europäer ein undurchdringlicher Dschungel. Die ersten Siedler haben es noch schwer. Doch bald wird der brasilianische Goldrausch die Kolonialmacht reich machen.  Für die Arbeit in den Minen und auf den Plantagen beschaffen die Portugiesen Sklaven aus anderen Kolonien, vor allem aus Afrika. Die Afrikaner gelten als kräftiger und gesünder als die einheimischen Indios. Der Menschenhandel wird für Jahrhunderte einer der profitabelsten Märkte der Welt werden. Vor allem auf dem Kontinent Amerika. Die Sklaverei wird zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor. Prof. Alexander Demandt, Althistoriker: "Der Sklavenhandel ist ein Beispiel dafür, dass die Menschenrechte und die Humanität im Zweifelsfall gegenüber den wirtschaftlichen Interessen einen schlechteren Stand haben." Auf Dauer regt sich Widerstand. Bei den Sklaven, aber auch bei den Kolonialherren, die sich durch Europa ferngesteuert fühlen. Die Kolonien streben nach Unabhängigkeit. Prof. Alexander Demandt, Althistoriker: "Die portugiesische Kolonialherrschaft war, wie die Kolonialherrschaften alle, im Grunde schon überholt." Beispiel Brasilien: 1822 wird es unabhängig und zur konstitutionellen Monarchie.

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