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Roboter für alle Fälle

Keine Bevölkerung altert so schnell wie die japanische. Es gibt ganze Stadtteile in Tokyo, wo fast nur alte Menschen leben. Japan hat das höchste Durchschnittsalter, die höchste Lebenserwartung. Doch wer wird künftig die alten Menschen pflegen? Die japanische Regierung setzt auf Maschinenwesen. Asimo ist ein humanoider Roboter, ein hochkomplexes Computersystem. Er kann laufen, Personen und Gegenstände erkennen. Satoshi Shigemi, Chefentwickler Asimo "Ich glaube, dass Roboter und Menschen in Zukunft Freunde sein werden. Gerade für alte Menschen könnten Roboter durch ihre Kommunikationsfähigkeit nützlich sein. Sie könnten mit alten Menschen sprechen, sie führen, oder sie zu gewünschten Orten bringen."Auch in der Krankenpflege sollen Roboter in Zukunft zum Einsatz kommen. Seiji Uchida und sein Physiotherapeut Takeshi Matsumoto sind schon erprobt mit den Maschinenwesen. Seit einem Unfall ist der junge Japaner querschnittsgelähmt, bewegungsunfähig. Doch die beiden hatten von einem Roboteranzug gehört, der den Mensch bewegt und nicht umgekehrt. An den Gelenken sitzen Elektromotoren. Die Bewegungssignale der Nerven werden in echte Bewegung umgesetzt. Auf jeden Fall verleiht der Anzug ungeahnte Kräfte. Auch denen, die kaum noch eigene Muskelkraft haben. 4 Sack Reis - 40 Kilo. Der Träger zuckt nicht einmal. Dem Reporter geht schon bei Sack 3 die Puste aus. Jetzt wollen wir es genau wissen, ein Selbstversuch: "Wenn ich nur die Hand schließe (ja) und anhebe, also nur praktisch die , - es muss nicht richtig angehoben sein, dann ist der Impuls schon - dann geht das Ding hoch. Ohne jede Anstrengung? Ja. Das einzige ist - ich muss das nur halten - in der Hand. Aber ..es .. diese Muskelanstrengung ist nicht da." Auch der Physiotherapeut Matsumoto trainierte mit dem Anzug im Labor. Im Sommer 2006 fuhr er mit seinem Freund Ushida in die Walliser Alpen. Mit Hilfe des Anzuges trug Matsumoto ihn das letzte Stück zum Gipfel des kleinen Matterhornes hoch. Ohne den Roboteranzug wäre diese Kraftanstrengung niemals möglich gewesen. Für Ushida war ein Traum in Erfüllung gegangen. Ein Experiment, das Hoffnung macht: "Ich glaube, dass sich Behinderte selbst den Roboteranzug anziehen werden." "Ich habe immer gedacht - und auch mit dem Erfinder gesprochen - wie man den Roboteranzug mit meiner Familie oder mit meinen Freunden nutzen könnte. Ich halte es für möglich, dass ich irgendwann den Rollstuhl stehen lasse und mir die Welt anschaue. Das ist mein Traum." Willkommen in der Zukunft. Eine Zukunft, die alte, schwache und viele behinderte Menschen wieder besser ins Leben integrieren kann.

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