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Roboter im OP

Roboter im OP: Wie von Zauberhand bewegen sich die Instrumente präzise. Doch gesteuert wird die Maschine immer noch von einem Menschen. Operationsroboter sind eine Weiterentwicklung der Schlüsselloch-Chirurgie. Für die Patienten bedeutet das: Kleine Schnitte, reduziertes Risiko, weniger Belastung und insgesamt eine schnellere Erholung. Dr. Jörn Witt, Urologe: "Die Patienten stehen am selben Tag üblicherweise auf, am nächsten Tag können sie unter die Dusche gehen, und am übernächsten Tag, 2 Tage nach der Operation, sind viele Patienten so, dass sie die meisten Dinge des täglichen Lebens alleine verrichten können."Der Operateur steuert den Roboter mit Hilfe kleiner Joysticks. 2 Kameras nehmen das Geschehen im Körper auf und liefern ein Bild mit räumlicher Tiefenwahrnehmung. Der Arzt hat damit eine bessere Sicht als es bei einer herkömmlichen Operation der Fall wäre. Jedes Bild kann zusätzlich vergrößert werden. Dies erhöht noch einmal die Präzision. Was auf dem Bildschirm groß erscheint, ist in Wahrheit winzig klein. Dr. Andreas Schütte, Urologe: "Ähnlich wie sie das wissen, wenn sie ein Fernglas benutzen und den Horizont betrachten, haben sie sehr starke Wackelbewegungen im Bild, diesen Effekt hätten sie hier auch, wenn sie zu nah an das Operationsfeld herangehen, diesen Nachteil erleiden wir nicht, dadurch, dass die Kamera eben auch durch den Roboterarm gesteuert wird und das Bild eben so extrem ruhig gehalten wird." Bei dieser Herzkatheter-Untersuchung steuert der Arzt vom Nebenraum aus den Operationsroboter. Damit bleibt ihm die Röntgenstrahlung während der Untersuchung erspart. Die Maschine arbeitet so genau, dass selbst schwer zugängliche Stellen zielsicher erreicht und behandelt werden können. Bei aller Technik, die ruhigen Hände des Operateurs sind nach wie vor sehr wichtig .Dr. Jörn Witt, Urologe: "Die individuelle Erfahrung des Operateurs bleibt ein ganz wesentlicher Aspekt, der Operationsroboter ist nur ein Hilfsmittel, der es uns ermöglicht gute Ergebnisse zu erreichen, aber die entsprechende Erfahrung ist natürlich die Grundvoraussetzung."Eine Lichtschranke erkennt, wenn sich der Operateur 3 cm weit von der Bedieneinheit des Roboters entfernt. In diesem Fall steht die Maschine sofort automatisch still.

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