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Salt Lake City

Als der Mormonenführer Brigham Young 1847 Salt Lake City gründete, sagte er den vielzitierten Satz: "This is the place" Das ist der Ort. Hier wollen wir bleiben und einen Tempel errichten. Der Temple-Square ist heute Sitz der Mormonenkirche und ihr höchstes Heiligtum. Mehr als die Hälfte der Einwohner Salt Lake Citys sind Mormonen. Spaziert man über das Gelände, wird man meistens von Missionarinnen zu einem Rundgang eingeladen. Die Hauptstadt Utahs ist sauber, durchgeplant und ein wenig langweilig. Überall Zeichen der Religion und Geschichte der Mormonen: Die Kirche als Versammlungsort. Die Denkmäler zu Ehren der ersten Siedler. Und ihr größtes Heiligtum, der Tempel. Früher durfte ein Mormone viele Frauen heiraten. Heute ist das verboten. Doch die Anhänger der Religion heiraten immer noch sehr jung. Sonntag ist der Tag des Herrn und Ruhetag. Aber nicht im Tabernakel. Dann singt der weltberühmte Tabernakel-Chor. Das Konzert wird weltweit zu 1.500 Fernseh- und Rundfunkstationen übertragen. Der Glaubensvater Brigham Young lebte ganz in der Nähe vom Tempel, im Bienenkorb-Haus. Er hatte mit 16 Frauen insgesamt 57 Kinder. Die Mormonen sind für ihren Fleiß bekannt. In nur 150 Jahren ist direkt in einer Salzwüste eine amerikanische Stadt mit etwa 200.000 Einwohnern entstanden, die heute wohlhabend und einflussreich sind. Nahezu alle leitenden Positionen in Wirtschaft und Politik werden auch heute noch von Gläubigen besetzt. Dem Kirchenkonzern gehören Kaufhäuser, Hotels und Ölraffinerien. Ein riesiges Wirtschaftsimperium.

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