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Scharfes Essen

Es ist schon verblüffend, was gute Köche aus Fisch, aus Fleisch oder aus Gemüse machen können. Entscheidend hierbei: Die richtige Gewürzmischung. Für die richtige Schärfe werden verschiedene Stoffe verwendet. Stoffe wie Piperin, das im Pfeffer enthalten ist, Senföle oder Allicin aus dem Knoblauch. Die größte Bedeutung aber kommt dem Capsaicin zu. Es ist unter anderem in Paprikapulver, Chilis und Peperoni enthalten. Schmecken kann man Schärfe im Gegensatz zu süß, sauer oder salzig allerdings nicht. Stattdessen löst es bei uns Menschen vor allem im Mund ein Schmerzgefühl aus. Der Schärfestoff Capsaicin reizt die Schmerzrezeptoren in der Mundschleimhaut. Diese werden stärker durchblutet, wodurch chemisch ein brennender Schmerzreiz ausgelöst wird. Je stärker diese Reizung, desto brennender der Schmerz. Allerdings stumpft man schnell ab gegen die Wirkung von Capsaicin und so gewöhnt man sich an scharfe Speisen relativ schnell. Scharfes Essen hat durchaus positive Eigenschaften: Es fördert die Magensaftproduktion wodurch besonders fettreiche Speisen wirksamer zersetzt werden. Zudem verstärkt es die Darmaktivität und das wiederum schützt vor Infektionskrankheiten. Für Menschen mit empfindlichem Magen-Darmtrakt können scharfe Speisen aber auch unschöne Folgen haben. Neben Sodbrennen und Reizdarmbeschwerden können extreme Kreislaufprobleme entstehen. Im schlimmsten Fall hilft da nur noch der Notarzt. Weniger dramatisch wird es, wenn man zu scharfes Essen etwas abmildert. Das geht sehr gut mit fetthaltigen Lebensmitteln wie Milch, Sahne, Yoghurt oder Käse. In diesem Sinne - Wohl bekomms. 

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