wissen.de
Total votes: 48
VIDEO

Schwarzbären in Alaska

Alaska. An den eisfreien Berghängen eine Schwarzbärin mit ihren Jungen. Die Mutter wirkt scheu und nervös. So schnell wie möglich möchte sie aus dem deckungslosen Gelände verschwinden. Denn hier leben auch Grizzlys, die Erzfeinde der Schwarzbären. Und die kennen keine Gnade mit fremden Bärenkindern. Seit Tagen ist Tierfilmer Andreas Kieling unterwegs um den Schwarzbären in Alaska möglichst nahe zu kommen. Bislang hat er sie nur aus weiter Ferne beobachten können, doch jetzt findet er eine Spur.Andreas Kieling, Tierfilmer: "Hier hat ein Bär gegraben, ganz eindeutig, ein Grizzly oder ein Schwarzbär. Sie versuchen dann diese Wurzeln heraus zu bekommen aus der Erde. Das sind alte Weidenwurzeln und die Rinde dieser Weidenwurzeln enthält ganz viel Acetylsalizylsäure, also eigentlich Aspirin und die Bären berauschen sich daran. Die Indianer früher wussten das auch schon und haben diese Wurzel als Schmerzmittel benutzt. Von den Bärenspuren allerdings nichts mehr zu sehen." Kieling glaubt, dass die Bären den Lachsen flussaufwärts gefolgt sind. Eine kurze Fahrt: Dann ein Schwarzbär in den Bäumen. Wo ein Bär ist, müssen mehrere sein. Kieling will sich geschützt mit seiner Kamera positionieren. Er sucht sich eine Stelle, wo er den Canyon gut überblicken kann. Andreas Kieling, Tierfilmer: "Ich denke, dass ist ein super Versteck hier, hier werden mich die Bären kaum bemerken."Kaum ist Kieling in Bereitschaft, kann er im Wasser schon die ersten Schwarzbären ausmachen. Die Lachse im Fluss versprechen eine fette Mahlzeit. Während die Männchen die besten Fangplätze besetzen halten sich die Mütter mit ihren Jungen an den Nebenschauplätzen auf. Für einige Jungtiere ist dies wohl die erste Fischmahlzeit ihres Lebens. Weiter oben sucht eine Bärin ihr Kind. Verzweifelt ruft das kleine Bündel vom Fluss aus nach seiner Mutter. Wenn eines der Männchen auf das Drama aufmerksam wird, ist das Junge verloren. Genauso wie bei Braunbären üblich, werden auch junge Schwarzbären oft von ihren eigenen Vätern getötet. Gegen die starke Strömung kann der kleine Bär nichts ausrichten und am Ende der Stromschnellen fischen die starken Männchen. Das rettende Ufer. Doch noch ist die Gefahr nicht vorüber. Einem der Bärenmänner ist das kleine Bündel nicht entgangen. Andreas Kieling, Tierfilmer: "Ich dachte wirklich für das Bärenjunge hat das letzte Stündlein geschlagen. Sein Glück war nur, dass der Bärenmann so vollgefressen ist und dem Kleinen durch die Felsspalten nicht so schnell folgen konnte. Echt Schwein gehabt." Kieling hat den perfekten Platz gefunden. Von hier aus, kann er die Schwarzbären aus nächster Nähe beobachten und diese eindrucksvollen Bilder aufnehmen.

Total votes: 48