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See-Elefanten

250 Kilometer vom mexikanischen Festland entfernt liegt einsam im Pazifik die Insel Guadalupe, bei gutem Wetter in einem Tag mit dem Schiff zu erreichen. Dass die Insel zu Bedeutung kam, liegt an ihren natürlichen Bewohnern: See-Elefanten und Robben, die hier im 19. Jahrhundert von Jägern fast ausgerottet wurden.Im Schutz der unübersichtlichen Felsenküste konnten glücklicherweise einige wenige der See-Elefanten und See-Bären überleben, deren Bestände sich nun seit 100 Jahren langsam wieder erholen. Heute ist die Insel ein streng kontrolliertes Naturschutzgebiet. So unwirtlich das abgelegene Eiland auf Menschen wirken mag: Für manche Lebewesen ist es ein Paradies.. und ein rettender Zufluchtsort. Nur hier haben sie die Jagd durch die Menschen überlebt. See-Elefanten sind die größten Robben der Welt. Die rüsselartig vergrößerte Nase der Männchen hat der Gattung ihren Namen gegeben.Trotz ihres behäbigen Aussehens an Land: sind sie geschickte Jäger unter Wasser. Ihre Nahrung sind Fische und Tintenfische, die sie bis auf 600 Meter Tiefe verfolgen. Viele Tiere tragen hier Narben. So hilflos diese Tiere dem Menschen erscheinen, der Eindruck täuscht: Sie tragen einen Panzer. Einen Panzer aus Fett. Die dicke Schicht Fett bietet den Tieren nicht nur Schutz vor Kälte und Hunger. Sondern auch vor Haizähnen. Denn auch diese Giganten können von Jägern zu Gejagten werden. Dieses Tier ist erst kuerzlich knapp einem Angriff entkommen. Es muss ein Haiangriff gewesen sein –- der einzige Feind vor dem sich ein See-Elefant in acht nehmen muss. Das Blut zeigt, wo das verletzte Tier an Land gekommen ist. Aber es wird überleben. An Land bewegen sich die Tiere aufgrund ihres hohen Gewichtes sehr langsam und unbeholfen. Im Wasser sind Nördliche Seeelefanten allerdings elegante und ausdauernde Schwimmer. Der weiße Hai. Selbst dieser gefürchtete Jäger hat nur geringe Chancen einen erwachsenen See-Elefanten zu erbeuten. Nahe der Küste sind die Tiere vor Angriffen geschützt. Auf einen offenen Kampf im freien Wasser lassen sich die Haie nicht ein, da das Risiko vor Verletzungen zu hoch ist. Im Wasser tauchen die See-Elefanten tiefer als die Haie. Die Tauchtiefen der See-Elefanten sind annähernd unübertroffen. Unter den Säugetieren ist nur der Potwal in der Lage, noch tiefer zu tauchen. Tauchzeiten bis 30 Minuten sind dabei die Regel. In seltenen Fällen sind auch Tauchtiefen von bis zu 1.500 Metern und Tauchzeiten von über einer Stunde möglich. Die Chancen, die sich dem Hai bieten, sind sehr junge alte oder verletzte Tiere zu erbeuten, oder ein Überraschungsangriff. Aber nicht die Haie haben diese eindrucksvollen Tiere fast ausgerottet, sondern der Mensch. Von hier –der Isla Guadalupe – aus, beginnt ihre Rückkehr in die Meere.

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