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Seeüberwachung aus der Luft

Harte Arbeit auf See: Die Küstenwache sichert die Grenze, jagt Umweltverschmutzer und wirft ein Auge auf die Fischer. Auch im Anti-Terror Kampf sind die Beamten dabei, begleiten Kreuzfahrtschiffe und Munitions- oder Nukleartransporte. Frank Rugatti, Küstenwache "Die Komplexität unserer Aufgaben hat erheblich zugenommen und auch hinsichtlich der neuesten Bedrohungen der Seeschifffahrt durch Schwerstkriminalität ist es für uns ne ständige Aufgabe am Ball zu bleiben und uns auch entsprechend zu trainieren, damit wir mit allen Situationen fertig werden." Auch Hubschrauber helfen bei der Küstenüberwachung. Von oben ist der Überblick oft besser, außerdem können die Beamten so schneller an Ort und Stelle sein. Gerade bei Rettungseinsätzen entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Arbeitsteilung auf der Ostsee. Während die Männer an Bord des Schiffes der Küstenwache Kurs auf die westliche Ostsee Richtung Kieler Bucht halten, fliegt der Hubschrauber Richtung Rügen. Die Luftpatrouille jagt vor allem nach Umweltsündern. Von oben können sie Ölflecken und Diesellachen viel besser ausmachen. Auch die anderen Ostsee-Anrainer setzen auf die Seeüberwachung von oben. Wer etwas entdeckt, meldet es den Kollegen der Nachbarstaaten. Gerade hat beim deutschen Luftüberwachungsteam ein dänischer Kollege Alarm geschlagen. Michael Sacht, Küstenwache "Der dänische Ölflieger, hat eine Gewässerverunreinigung gemeldet. Östlich von Rügen, ungefähr 5 bis 6 Seemeilen südlich der Tonne Arkona und da fliegen wir jetzt hin und wollen schauen ob wir noch was finden." 20 Minuten später, vor Ort ist von der Verschmutzung kaum etwas zu erkennen. Die Beamten sichern trotzdem Beweise. Besser wäre es gewesen, den Verschmutzer auf frischer Tat zu ertappen. "Okay, Probe geht wieder hoch, der Haken ist oben, ich hole die Probe rein." Den Rest erledigt das Labor. Die Männer versuchen, Beweise zu sichern, filmen mögliche Verursacher. Wer könnte seine Tanks auf offener See gespült oder illegale Chemikalien verklappt haben. Erst in drei Monaten werden die Ermittlungen abgeschlossen sein. Bis zu einer Million Euro Strafe können dann fällig werden. Michael Sacht, Küstenwache "Die Gewässerverunreinigung, die wir aufgeklärt haben seitdem ich dabei bin, ist nach meinem Gefühl um zwei Drittel zurückgegangen. Also dadurch, das die Bundespolizei regelmäßig, täglich diese Seeüberwachungsflüge durchführt, entsteht doch eine gewisse abschreckende Wirkung." Der Job ist für heute erledigt. Doch auch morgen fliegt die Luftpatrouille wieder raus, um ihre Kollegen auf dem Wasser zu unterstützen.

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