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Tulum

Die Halbinsel Yucatan. Wer nicht süchtig nach Ruhe und Gelassenheit werden will, der sollte sie meiden, die Sandstrände und Palmenbuchten der sogenannten Mayaküste.Knappe 130 km vom Touristenort Cancún entfernt liegt Tulúm. Ein ehemaliges Wirtschaftszentrum der alten Maya, das seine Blütezeit vor der Ankunft der Spanier auf Yucatán zwischen 1200 und 1400 nach Christus hatte.Die Götter der Maya wussten, warum sie hier gewohnt haben: In Tulum, das bei den Maya "Sama" hieß. Die "Stadt der Morgenröte". Heute ist Tulúm die einzige Maya-Stätte, die direkt am Meer liegt. El Castillo ist das größte und wahrscheinlich auch das bedeutendste Gebäude in Tulum. Es entstammt mehreren Bauperioden, was recht gut zu sehen ist, wenn man es einmal umrundet hat.Schauspieler versuchen, Touristen hier jeden Tag die faszinierende Mayakultur näher zu bringen. Tulum ist die meist fotografierte Mayastätte Mexikos. Obwohl sie für die Archäologie eher eine untergeordnete Bedeutung hat, ist sie für den Besucher doch besonders malerisch gelegen. Die Geschichte der Maya ist sagenumwoben. Zur ihrer Blütezeit waren sie eine Hochkultur. Berühmt für ihren Maisanbau, ihre Mathematik, ihre Bauwerke, aber auch für ihren hoch entwickelten Kalender, der in Hieroglyphen geschrieben war.Für die Touristen wird in Tulum vor allem der Hang der Maya zu feierlichen Zeremonien erlebbar gemacht. Wie zum Beispiel das bis heute überlieferte Feuerritual. Alle 52 Jahre, im Zyklus des Kalenders der Maya, soll der Ruf des neuen Feuers die Mayakrieger herausgefordert haben. Die Krieger begrüßten das neue Feuer als Macht der Natur und hießen es willkommen. Riten der Vergangenheit. So oder so ähnlich in den Mauern von Tulum, damals Sama. Wo die Mayas von Sama ihren Hafen hatten, herrscht heute der karibische Traum von Tulum. Eine faszinierende Mischung aus Kultur und Erholung.

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