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Überfischung der Meere

Die Zeiten gut gefüllter Netze sind vorbei. Ein dramatisches Beispiel ist etwa der Aal. Dabei setzen Fischer für teures Geld regelmäßig Jungtiere aus, um den Bestand aufzupeppeln. Sabine Schwarten, Fischerin: "Früher war das besser, wir haben von dem, was wir ausgesetzt haben, etwa 20 bis 25% an Ertrag wieder rausholen können und somit hat sich das ganze gelohnt. Im Moment ist so, dass ich lieber das Geld direkt in den See schmeißen kann, weil nichts für mich übrig bleibt, nein, ich buttere eigentlich noch dazu." Albrecht Hahn kämpft auf seine Art um einen höheren Fischbestand. Er lässt die Eier trächtiger Forellenfische, so genannter Salmoniden, unter perfekten Bedingungen heranreifen, damit Jungtiere entstehen. Albrecht Hahn, Fischereimeister: "Das Problem ist, dass wir in den Flüssen sehr wenig Laichmöglichkeiten für Salmoniden haben, das heißt, es fehlen große Kiesstrecken und das vielleicht noch größere Problem sind die Feinsedimente, die sich während der Entwicklungszeit auf die Eier legen, dadurch den Sauerstoffaustausch an der Eihülle verhindern und dadurch zum Absterben der Embryonen führen." Doch Lachs und Meerforelle haben eine aufwendige Fortpflanzung, ihre Eier brauchen 3 Monate, um sich zu entwickeln. Zum Laichen werden die Tiere später an den Ursprungsort ihres Lebens zurückkehren. Auch wenn Fischereimeister Albrecht Hahn viele Jungtiere aussetzt, er weiß, nur 1 bis 2 Tiere von 100 werden überleben. Albrecht Hahn, Fischereimeister: "In 1 bis 1,5 Jahren werden sie sich auf Wanderschaft machen, Richtung Nordsee wandern und dann in weiteren 3 Jahren hoffentlich hier zum Laichen wieder zurückkommen." Diese Rückkehr, ein erster kleiner Erfolg für die wenigen Fischer, die es noch gibt in Deutschland.

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