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Vespa

Die Vespa ist nicht nur ein Motorroller der italienischen Firma Piaggio. Die Vespa ist vielmehr - ein italienisches Lebensgefühl auf 2 Rädern. Der Firmengründer Ronaldo Piaggio beschäftigte sich ursprünglich mit Schiffen, Bussen und Flugzeugen. Sein Sohn Enrico wollte nach dem zweiten Weltkrieg jedoch kleine Fahrzeuge für jedermann bauen. So entstand schließlich der legendäre Roller. Lucio Masut, Chefingenieur: "Die Vespa ist der Vorfahr aller Motorroller, alle Motorroller stammen von der Vespa ab." Und so sah die Verspa 1957 in der Werbung aus. Erstaunlich aufwendige Filmtechnik und ein nicht enden wollender Redeschwall lobten ihre Vorzüge beim Fahren - und bei Frauen. Die Vespa war schon damals ein Kassenschlager. Ein Jahr zuvor überschritt die Produktion die Millionengrenze. Dieser Trend hielt an, 2006 wurden bereits knapp 17 Millionen Vespas produziert. 1961 machte Piaggio nicht mehr mit großen Worten Werbung, sondern mit Gesang. Der Name Vespa bedeutet übrigens Wespe. Enrico Piaggio hatte sein Fahrzeug selbst so getauft: als er den Prototypen, mit dem breiten Mittelteil und der schmalen Taille zum ersten Mal zu Gesicht bekam, rief er spontan aus: die sieht ja aus wie eine Wespe, una vespa. Das ist die automatisierte Vespawelt von heute. Inzwischen ist Piaggio der Marktführer für Rollerbau in Europa. Alle wesentlichen, am Anfang der Erfolgsgeschichte geradezu revolutionären Merkmale, sind erhalten geblieben. Die Devise lautet: verbessern, aber nicht verändern. Die Vespa soll ihre typische Form behalten, um unverwechselbar zu bleiben. Ein Stück Industriekultur. Roberto Mangone, Industriedesigner: "Die Schwierigkeit für uns Designer ist zwar das Originalaussehen zu bewahren und dennoch Veränderungen vorzunehmen, die der Kunde als Fortschritt ansieht." Inzwischen hat die Vespa längst Kultstatus erreicht, nicht nur in Italien, sondern überall auf der Welt.

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