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Vulkanforscher in Chile

Nahe der weitläufigen Pazifikküste Chiles liegen langgestreckte Vulkanketten. Die meisten von ihnen sind schon lange nicht mehr aktiv, doch es gibt Ausnahmen. Eine von diesen ist der Llayma (Yaima). Der über dreitausend Meter hohe Vulkan bricht immer wieder mal aus. Deshalb ist rings um ihn herum Sperrgebiet. Die Einzigen, die sich in seiner Nähe auf dem Lava-Feld aufhalten dürfen, sind Wissenschaftler. Hugo Murino arbeitet für das Geologische Institut in Santiago de Chile. Mit seinem Assistenten Arturo hat er eine bedeutende Aufgabe: Die beiden sollen Prognosen erstellen, ob ein weiterer Ausbruch bevorsteht. Hugo Moreno, Geologe "Hier haben wir eine gute Sicht auf den Gipfel. Ich kann genau beobachten, was da oben passiert. Ich sehe aber kaum Asche - nur ganz wenig. Der Wind ist schwach. "Bei einem Vulkan weiß man nie - da ist es passiert!" Genau auf diesen Moment hat Hugo Mureno gewartet. Selbst für erfahrene Forscher ist solch ein Spektakel ein besonderer Moment. Der Vulkan - er bebt. Arturo hält alles mit seiner Kamera fest. Hugo Moreno, Geologe "Die Dynamik unseres Planeten zeigt sich in den Vulkanen. Das ist wunderbar - sehr beeindruckend - die Kraft der Natur. Die Eruption eines Vulkans zeigt uns wie klein wir sind auf dieser Welt." Mit dem Flugzeug geht es über den Feuerberg. Murinos Teamkollege Danielle à la Chon will in das Innerste des Kraters blicken. Daniel Alarcon, Geologe "Es ist schon gefährlich genau über den Krater zu fliegen. Aber der Pilot kennt sich aus. Er fliegt so, dass er im Fall einer Eruption noch ausweichen kann." Freie Sicht direkt in die Tiefen des Unruheherdes. Danielle ist zufrieden, denn er bekommt genau die Fotos, die er sich gewünscht hatte. Daniel Alarcon, Geologe "Ich freue mich zu sehen, wie der Krater sich entwickelt hat. Er hat sich verändert - hat jetzt drei kleine Mini-Krater in seiner Mitte. Und dieser Unterschied ist sehr wichtig." Treffpunkt des Forschungsteams ist das Büro am Fuße des Vulkans. Hier werden alle Beobachtungen zusammengetragen und ausgewertet. Der Yaima hat einen Riss bekommen - vielleicht ein Indiz für einen drohenden großen Ausbruch!? Das Team wird es nicht dem Zufall überlassen und behält den Feuerberg im Auge.

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