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Wasserversorgung

Die Rappbodetalsperre im Harz. Mit 106 Metern die höchste Talsperre Deutschlands und ein Eckpfeiler der Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt. Die Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers ist eine logistische Herausforderung. Um das komplexe System Talsperre sicher zu betreiben hat die Leitzentrale eine Schlüsselstellung. Von hier aus wird die Weiterverarbeitung des Trinkwassers gesteuert. Burkhard Henning, Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt: "Wir haben ja hier die Entnahmeeinrichtung für die Rohwasserentnahme und haben die Möglichkeit, aus verschiedenen Entnahmehöhen zu entnehmen. Das entscheidet sich entsprechend der Rohwasserqualität und würde dann hier über diese Leitung zum Trinkwasserkraftwerk transportiert." Insgesamt sechs Leitungen sichern, dass Wasser aus der Tiefe mit der besten Qualität entnommen wird. Das fließt dann durch eine gut drei Kilometer lange unterirdische Stahlrohrleitung zur Trinkwasseraufbereitungsanlage. Hier wird das Rohwasser mit Sandfiltern von Plankton und anderen Mikroorganismen befreit und mit Chlor desinfiziert. Trinkwasser ist in Deutschland das wohl am intensivsten kontrollierte Lebensmittel. Es muss einen ph-Wert zwischen 6,5 und 9,5 haben, farb- und geruchlos sein, und natürlich frei von Krankheitserregern. Um das zu erreichen, fängt die Qualitätssicherung schon an der Talsperre an. Burkhard Henning, Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt: "Wir müssen sicherstellen, dass über die Zuflüsse in unser System keine Wasser gefährdenden Stoffe hineinkommen und dass die Bewirtschaftung in diesem Einzugsgebiet so erfolgt, dass möglichst wenig Nährstoffe und wenig anthropogene Beeinflussungen stattfinden." Auch die Flüsse, die den Stausee speisen, werden regelmäßig kontrolliert. So will man sicher gehen, dass die knapp zwei Millionen Menschen, die von hier ihr Wasser bekommen, mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

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