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Wie entsteht eine Spülmaschine?

Gerade noch lecker gegessen, da wartet er auch schon: ein Berg mit schmutzigem Geschirr. Wer will sich da schon drum kümmern...? Da kommt doch die Spülmaschine wie gerufen. Sie macht das verschmutzte Geschirr wieder richtig sauber. Seit fast 80 Jahren erleichtert die Spülmaschine uns die Küchenarbeit. Und so wird sie produziert. Am Anfang deutet noch nicht sehr viel auf eine Spülmaschine hin: alles beginnt mit einer dünnen Blechplatte. Das Blech wird zurecht geschnitten, zusammen geschweißt und zu einer Rolle gebogen. Die Rolle wird dann vollautomatisch zu dem eckigen Gehäuse geformt. Weiter geht's mit der Montage. Hier wird der Geschirrspüler zusammengebaut. Der Boden wird mit der Hydraulik und der Steuerung bestückt. Außerdem wird der Wasserzulaufschlauch befestigt. Die nächste Station: ein Testzentrum. Hier überprüft ein Roboter mit zwei Kameras das Gerät. An etwa 35 Stellen werden Fehler gesucht. Werden keine gefunden, geht es weiter zum so genannten "Hochzeitsplatz". Hier wird die Scharnierplatte festgeschraubt, die das Gehäuse mit dem Behälter verbindet. Ist auch die Tür montiert, durchläuft jedes Gerät wieder ein vollautomatisches Prüfprogramm. Hier werden alle Einzelteile kontrolliert und lockere Schrauben aufgespürt. Ist auch dabei alles in Ordnung, bekommt die Spülmaschine noch ihr Gesicht, die Türverblendung. Jetzt fehlt nur noch das Innenleben der Maschine, die Geschirr- und Besteckkörbe. Dann ist es so weit: die Maschine muss zeigen, was sie kann. Mitarbeiter verschmutzen Geschirr, um das Gerät zu prüfen. Auch hartnäckigen Schmutz, wie Spinatreste und angetrocknete Haferflocken muss die Maschine entfernen können. Oder sollte man da lieber mit der Hand vorspülen? Hans Beer, Leiter Spüllabor: "Vorspülen von Hand vorab ist nicht notwendig, bei richtiger Programmwahl gehen die Speisereste grundsätzlich alle ab." Ist auch dieser Test bestanden, wird noch die Lautstärke des Gerätes überprüft. Denn eine Spülmaschine soll nicht nur sauber machen, sondern auch nicht zu laut sein. Und das testen die Ingenieure im Geräuschlabor. Normal liegt der Pegel bei 40 dBA, das entspricht leichtem Regenplätschern. Heiko Fritz, Ingenieur Geräuschlabor "Wir versuchen ein sehr leises Gerät zu entwickeln, damit es auch mehr und mehr in dem Wohnraum aufgestellt werden kann, die Küchen werden immer mehr offener, die Küchen werden immer mehr zum Wohnraum und darauf müssen wir sehr leise Geräte produzieren." Sie ist schon ein toller Helfer in der Küche, die Spülmaschine. Sie nimmt Arbeit ab, spart Zeit und vor allem: verhindert Spülhände.

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