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Wie kommt das Meersalz ins Meer?

Wer schon einmal im Meer schwimmen war weiß, dass Meerwasser kein angenehmer Durstlöscher ist. Viel zu salzig. Aber nicht nur Meerwasser enthält Salz. Auch in normalem Trinkwasser, also "Süßwasser" ist davon enthalten. Jedoch höchstens ein Gramm Salz pro Liter Wasser . Zu wenig also, um es zu schmecken. In Meerwasser dagegen befinden sich 35 Gramm Salz in einem Liter Wasser. Und das schmeckt man dann auch. Wie kommt es dann, dass das Meerwasser so salzig ist? Ganz einfach. Die Flüsse liefern mit dem Wasser dem Meer auch das Salz. Denn das Wasser löst Salze und Mineralien aus den Böden und Gesteinen. So werden pro Jahr bis zu drei Milliarden Tonnen Salze durch die Flüsse zum Meer transportiert. In den Flüssen sind die Salze aber noch nicht zu spüren. Das passiert erst im Meer. Da die Meeresoberfläche so riesig ist, lässt die Sonne das Wasser allmählich wie in einer großen Pfanne verdunsten. Somit erhöht sich die Salzkonzentration des Meeres. Aus Süßwasser wird Salzwasser. Hans-Jürgen Brumsack, Arbeitsgruppe Mikrobiogeochemie Universität Oldenburg "In der Nordsee haben wir normalerweise 34 Promille, also 3,4 Prozent. Wenn sie im Mittelmeer baden, da liegt der Salzgehalt deutlich höher, deshalb kann man da so wunderbar schwimmen." Salz verändert die Dichte des Wassers. Und somit auch die Tragfähigkeit. Im Toten Meer ist der Salzgehalt so hoch, dass man praktisch nie untergehen kann. Dem Meer wird aber auch Salz entzogen. Denn auch zum Beispiel Meerestiere wie Muscheln lagern Salze ein. Wenn sie sterben, sinken sie zu Boden und entziehen dem Meer so geringe Mengen Salz. Hans-Jürgen Brumsack, Arbeitsgruppe Mikrobiogeochemie Universität Oldenburg "Im Laufe der wirklich ja Milliarden Jahre muss man sagen, hat sich das so auf einem Gelichgewicht eingependelt, dass genau so viel Salz hinein geht wie auch wieder heraus geht. Da gab es mal vor 5 Millionen Jahren eine Episode, da war die Straße von Gibraltar geschlossen und da ist das Mittelmeer quasi eingedampft. Deshalb finden wir am Meeresboden des Mittelmeers unter einer Schicht von Sedimenten heute 100 Meter dicke Salzschichten. Das heißt also, durch diese so genannten Salzlagerstätten wird dem Meer das Salz wieder entzogen." Beim Verdunsten kristallisiert das Salz aus und lagert sich ab. Diesen natürlichen Prozess nutzen die Menschen schon seit Jahrhunderten zur Salzgewinnung. Und auch heute stammt etwa ein Fünftel unseres Speisesalzes aus Meerwasser. Zum würzen eignet es sich also hervorragend - zum Trinken aber bleibt das Meersalz einfach ungenießbar.

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