wissen.de
Total votes: 0
VIDEO

Wörlitzer Park - die Suche nach dem Paradies

Gärten sind ein Platz der Ruhe. Ein Genuss für die Augen und - je nach Bepflanzung - auch für die Nase. Da wundert es kaum, dass Gartenreisen in der heute sonst so stressigen Zeit im Trend liegen. Diese Reisegruppe ist im Wörlitzer Park unterwegs. Er ist einer der ersten und größten Landschaftsparks Deutschlands. Ein Seitenarm der Elbe wurde gestaut und so entstand die Seenlandschaft. Der Wörlitzer Park wurde unter der Regentschaft des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz angelegt. Mehr als 40 Jahre lang hat es gedauert, bis der Park endgültig fertig war. Er sollte nicht exklusiv der Hofgesellschaft vorbehalten sein, sondern auch die Untertanen erfreuen und belehren. Von Anfang an war der Wörlitzer Park daher für jedermann zugänglich.Schon zu Zeiten von Fürst Franz wurden die Gäste per Ruderboot - oder wie es hier heißt: mit Gondeln durch den Park befördert. Daran hat sich bis heute nichts geändert - und vom Wasser aus haben die Besucher auch den schönsten Blick auf den Park. Eva Strehlow, Gartenreisende: "Mich hat eben alles wahnsinnig interessiert und in Staunen versetzt. Wie es möglich ist, so etwas zu schaffen. Vor so und soviel hundert Jahren schon, mit so viel Inhalten und so viel Bedacht gemacht, mich hat das gereizt und ich finde es wunderbar." Insgesamt 17 Brücken gibt es im Wörlitzer Park, jede ist in einem anderen Stil erbaut. Schon im 17. Jahrhundert wurde die Anlage in verschiedene Bereiche aufgeteilt wie beispielsweise Schloss, Synagoge und Floratempel. Wer eine Gartenreise bucht, hat den sachkundigen Führer stets dabei und erfährt so weit mehr über Architektur und Pflanzenkunde. Denn zu jedem Gebäude gehört eine Geschichte. Freistehend: Sie dürfen gerne durchgehen, sie dürfen auch gerne darin Platz nehmen, wenn sei es wagen, denn man hat ein bisschen den Eindruck, als ob dort gleich die Hexe herausschauen würde. Sicherlich zu Recht, denn das ist es, was dieses Märchen ja auch intendiert, es ist dieses Häuschen im Wald und der Wald, der damals als etwas Unheilvolles, Unwirkliches angesehen wurde." Heute bedeuten Wald und Garten freilich etwas ganz anderes. Carsten Seick, Reiseveranstalter: "Wer Gartenreisen macht, der ist natürlich immer auf der Suche nach dem verlorenen Paradies, aber hat eben auch die Hoffnung es zu finden, es sind optimistische Menschen." Gärten sind lebende Kunstwerke, die sich je nach Jahreszeit ändern. Wer das erfahren und nicht gleich eine ganze Gartenreise machen will, der kann auch klein anfangen - mit dem Wörlitzer Park.

Total votes: 0