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Zwischenstopp Mojave-Wüste

Vorübergehend außer Dienst gestellt, weil sie nicht mehr in die Luft gehen sollen. Wegen Kostendrucks geparkt, hoffen diese Flugzeuge auf ein Comeback. Hier in der Mojave Wüste, knapp zwei Autostunden nordöstlich von Los Angeles, zeugen viele Wracks von den Auf und Abs der Luftfahrtbranche der letzten Jahrzehnte. Manche Flugzeuge wurden einst geparkt, sind dann stehengeblieben und werden heute verschrottet. Doch die meisten Flugzeuge machen nur einen Zwischenstopp, denn dafür herrscht hier das perfekte Klima: Es regnet fast nie und es ist warm. Sommer wie Winter. Rost wird da zum Fremdwort. Der ideale Platz also, um Flugzeuge vorübergehend einzumotten. Jeff Lynn erklärt unserem Reporter, was alles zu tun ist. Jeff Lynn: "Wir machen die Türen immer mal wieder auf, damit die Luft alle so und so viel Tage mal rein kommt und es drinnen nicht überhitzt." "Und was machen Sie mit den Turbinen?" "Wenn wir die Triebwerke raus genommen haben, werden die Gehäuse mit Plastikplanen versiegelt. Wir haben auch ein spezielles Motoröl, das in die Leitungen gepumpt wird und die Leitungen konserviert." Der Airbus ist frisch lackiert. Welcher Airline er angehört, bleibt ein Geheimnis. Welche Fluggesellschaften ihre Flugzeuge hier zwischenlagern bis der Markt wieder besser ist, will Jeff Lynn uns nicht sagen. Nur so viel: Seine Geschäfte laufen zur Zeit glänzend: Jeff Lynn: "Wir haben die Anzahl der untergestellten Maschinen erheblich erhöht. Zur Zeit stehen bei uns etwa 180 bis 190 Maschinen. Im letzten Sommer waren es schätzungsweise 60." Umzäunt. Ganz am Ende des Flughafens zeigt sich dann noch mal, wie es um die Branche bestellt ist: Flugzeuge am Boden. Aber auch in kürzester Zeit wieder flugbereit, wenn der neue Aufschwung der Branche beginnt.

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