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Warum heißt Ostern Ostern?

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Eine heidnische Frühlingsgöttin?

Morgenrot
Morgenrot

Kommt der Name von der Richtung des Sonnenaufgangs und der Morgenröte?

Einer anderen Theorie nach geht Ostern auf eine heidnische Frühlingsgöttin mit Namen Eostrae zurück, deren Entsprechungen im griechischen die Göttin Eos, im lateinischen „Aurora“ sein sollen. Beide gelten als Göttinnen der Morgenröte und des zunehmenden Lichts – für den Frühling mit seinen länger werdenden Tagen also durchaus passend.

Hauptquelle für diese Theorie ist der im 8. Jahrhundert lebende angelsächsische Kirchenvater Beda Venerabilis. Er berichtete davon, dass der althochdeutsche Name des Monats April „Eostur-Monat“ auf diese Göttin zurückgehe und erst später seinen Bezug zum christlichen Osterfest erhalten habe. Angesichts der Nähe des Osterdatums zur Frühlings-Tagundnachtgleiche erscheint ein heidnischer Ursprung des Festes nicht allzu weit hergeholt. Denn der Tag, von dem an die Tage länger werden als die Nächte und damit das Licht über die Dunkelheit siegt, war für die Kelten und Germanen ein wichtiges rituelles Datum im Jahreskreis.

Für einen solchen Ursprung spräche immerhin, dass viele der christlichen Feste und Bräuche heidnische Elemente aufnahmen und umwidmeten. Ob die in vielen Gegenden üblichen Osterfeuer und Osterräder heidnischen Ursprungs sind, ist allerdings unklar. Zumindest lässt sich das bisher nicht eindeutig belegen. Im christlichen Brauchtum symbolisiert das Feuer den auferstandenen Jesus Christus als "Licht der Welt". In der katholischen Kirche wird in der Osternacht meist die Osterkerze an einem kleinen Feuer  vor der Kirche entzündet. Dieses Licht wird dann an alle Besucher und ihre Kerzen weitergegeben. Ob dies eine Umwidmung keltisch-germanischer Frühlingsfeuer ist, bleibt offen - ebenso wie der Ursprung des Namens Ostern.

NPO
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