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Wer wird der nächste Papst?

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Oft entscheiden sich die Kardinäle für einen Pontifex, der sich in der Persönlichkeit deutlich von seinem Vorgänger unterscheidet. Auf den asketischen und aristokratischen Pius XII. folgte der joviale und bäuerliche Johannes XXIII., sein Nachfolger war der kompetente Manager Paul VI., diesem folgte der lächelnde Seelsorger Johannes Paul I. Und diesem der robuste, selbstsichere Johannes Paul II.

Überdies spielt die Nationalität eine Rolle, die der „Papstmacher" und die der Kandidaten. Nur mehr knapp die Hälfte der Wahlberechtigten kommt aus Europa, der Rest aus Nord- und Lateinamerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Wenn nicht alles täuscht, haben sowohl US-amerikanische wie auch deutsche und osteuropäische Kardinäle kaum eine Chance. Ein Pontifex aus den Vereinigten Staaten würde weithin mit der Supermacht USA identifiziert. Gegen einen deutschen Papst spricht noch immer die Hypothek der jüngsten Geschichte. Und nach Karol Wojtyla wird wohl nicht sofort wieder ein Osteuropäer ins höchste Kirchenamt aufsteigen. Und auch das Debüt der Kirchen der Dritten Welt im Papstamt lässt wohl noch einige Jahrzehnte auf sich warten.

Die Zeit scheint noch nicht reif für einen Kandidaten aus Schwarzafrika oder Asien zu sein. Gerade der Reiz, mit einem solchen Papst eine neue, revolutionäre Offenheit zu signalisieren, könnte die Kardinäle von einer solchen Entscheidung abhalten.

Sensation unwahrscheinlich

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Chronik Bildbiografie Johannes Paul II.
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