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Wie neutral ist die Schweiz?

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Einigeln in der Alpenfeste...

Die Gegner des UNO-Beitritts, allen voran der SVP-Politiker Christoph Blocher und seine Auns (Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz), führten Argumente ins Feld, die von der Igelmentalität der Eidgenossen zeugen. Die Nein-Sager sehen vor allem die Neutralität des Schweizervolks in Gefahr. Dabei unterschlagen sie, dass die Teilnahme an Friedensmissionen freiwillig ist. Fakt ist, dass die Schweiz längst ziviles und militärisches Personal zu internationalen Friedensmissionen entsandte, so 1996 nach Bosnien und 1999 ins Kosovo.

Die Kritiker verdammen die UNO als Instrument zur Durchsetzung der Interessen der fünf Veto-Mächte (USA, Russland, China, England, Frankreich). Sanktionen würden nur gegen schwache Kleinstaaten beschlossen und träfen die notleidende Bevölkerung. Tatsache ist, dass die Schweiz UNO-Sanktionsbeschlüsse seit dem Irak-Krieg von 1990 mitträgt. Schließlich warnen die Isolationisten vor den ausufernden Kosten eines Beitritts. Dabei finanziert die Schweiz die Vereinten Nationen auch ohne Vollmitgliedschaft jährlich mit 470 Millionen Franken. Sie profitiert von der Ansiedlung mehrerer UN-Büros in Genf und Bern. Die zusätzlichen Kosten durch einen Beitritt schätzte die Regierung auf überschaubare 70 Millionen Franken.

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