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Wiedereingliederung von Arbeitslosen und Berufsrückkehrern

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Die Anforderungen im erlernten Beruf verändern sich sehr schnell, deshalb steigern Sie durch berufliche Weiterbildung in der Regel Ihre Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder unterzukommen. Auf Bundes- und Länderebene werden speziell auf Berufsrückkehrer zugeschnittene Kurse angeboten. Die lokalen Arbeitsagenturen unterstützen den Wiedereintritt in die Erwerbstätigkeit finanziell durch verschiedene Förderprogramme.

Berufsrückkehrer haben oft keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Allerdings ermöglicht das Arbeitsförderungsreformgesetz (AFGR) eine Förderung von Frauen und Männern, die ihre Berufstätigkeit aufgrund von Kindererziehung oder der Pflege von Familienangehörigen unterbrochen haben. Die Förderung ist unabhängig von der Dauer der Unterbrechung, wenn sie mindestens ein Jahr beitragspflichtig beschäftigt waren. Diese Regelung erleichtert Berufsrückkehrern die Teilnahme an den von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Maßnahmen nach dem Arbeitsförderungsgesetz (AFG). Auch hinsichtlich der bestehenden Teilnahmevoraussetzungen werden Frauen unterstützt. Sie müssen nicht unbedingt eine abgeschlossene Berufsausbildung oder dreijährige Berufstätigkeit nachweisen. Die Tätigkeit im eigenen Haushalt gilt als ausreichende Zugangsqualifikation.

Wer die Vorteile dieser Regelung nutzen möchte, sollte sich möglichst bald nach der Beendigung der Eltern- oder Pflegezeit arbeitslos melden. Wer länger als ein Jahr wartet, muss damit rechnen, dass er dann nicht mehr von den vorteilhaften Regelungen für Berufsrückkehrer profitieren kann.

Berufsrückkehrern ist zu empfehlen, sich neben den Förderungen durch BaföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz), AFG (Arbeitsförderungsgesetz) und AFGB nach Sonderprogrammen zur Frauenförderung und Wiedereingliederung nach familienbedingten Berufspausen zu erkundigen. In allen Bundesländern gibt es spezielle ergänzende Sonderprogramme für Frauen zu Lehrgängen, Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Andere Programme unterstützen das Learning-by-doing, die praxisbezogene berufliche Fortbildung direkt im Unternehmen. Informationen erhalten Sie bei den Frauenbeauftragten der örtlichen Bundesagentur für Arbeit, der Gemeinde oder in freien Frauenberufsberatungsstellen.

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