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Wieso ist der Faden rot?

Redewendungen unter der Lupe

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Zum anderen machen die Ausdrücke unsere Redeweise unterhaltsam und amüsant. Alle, die publikumswirksam sein wollen, verwenden sie in Hülle und Fülle: Werbefachleute, Politiker, Journalisten. Und sind damit am Puls der Zeit. Auch früher war die bildhafte Sprache sehr beliebt. Jemandem Daumenschrauben anlegen, das ist sicherlich kein Bild aus der Moderne, sondern aus der eher finsteren als guten alten Zeit der Folterknechte. Und Perlen wurden schon von Luther vor die Säue geworfen. Was uns manche Redensarten über ihre Zeit und deren Kultur verraten, bringt dieses Special ans Licht.

Was ist eine Redewendung?

Was die Begriffe betrifft, herrscht babylonische Verwirrung unter Fachleuten und Laien. Ist eine Redewendung dasselbe wie eine sprichwörtliche Redensart oder ein bildhafter Ausdruck? Knapp vorbei, aber das ist auch daneben, wie man weiß. “Phraseologie“ oder “Idiomatik“ nennt man die Wissenschaft, die sich mit all diesen vorgefertigten Bauteilen der Sprache beschäftigt. Fertigteile - “feste Wortverbindungen“ oder auch “stehende Wendungen“ genannt - gibt es vor allem in der gesprochenen Sprache wie Sand am Meer. Ihnen gemeinsam ist folgendes: ihre Bestandteile können nur teilweise oder gar nicht ausgetauscht werden. Es ist eben klar wie Kloßbrühe, dass es klipp und klar heißt und nicht klar und klipp. Oft kann man außerdem aus den Bedeutungen der einzelnen Wörter die Gesamtbedeutung kaum erschließen. Man erzähle etwa einem Italiener mit Deutschkenntnissen, er solle uns keinen Bären aufbinden. Er wird uns den Vogel zeigen. Was ebenfalls nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinn zu verstehen ist. Es handelt sich hierbei nämlich um sogenannte sprichwörtliche Redensarten.

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