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Energiespartipps: So kann man im Haushalt sparen

Energie zu sparen ist eine wichtige Maßnahme, um die CO2-Bilanz zu senken und damit aktiv das Klima und die Umwelt zu schützen. Doch Energie zu sparen rechnet sich auch für jede Einzelperson, denn Energie zu sparen bedeutet auch Geld zu sparen. Um hier an der richtigen Stelle anzusetzen, ist es nötig, Energiefresser zu lokalisieren und an dieser Stelle mit dem Energiesparen zu beginnen. Wo das im Privathaushalt sein kann, soll dieser Beitrag zeigen.

Haushaltsabrechnung
Wer im Haushalt sparen möchte, sollte genau auf den Stromverbrauch achten.

Wo befinden sich die Stromfresser im Haushalt?

Das Handelsblatt enttarnt die zehn größten Stromfresser im Haushalt.

  1. Der Hauptstromfresser im Haushalt ist das Home-Office. Das Equipment, das eine reibungslose Kommunikation ermöglicht (PC, Fax, Telefon, WLAN-Router) ist teuer. Kleine Möglichkeiten zu sparen sind dabei Steckerleisten, die via Knopfdruck vom Strom getrennt werden können, sowie der Umstieg aufs Laptop, das günstiger im Betrieb ist als der fest installierte PC.
  2. Bei technischen Geräten wie Fernseher und Stereoanlage gilt: Das rote Standby-Licht ist ein Zeichen dafür, dass unaufhörlich Strom fließt – und das kostet Geld. Wer das Gerät indes komplett vom Strom nimmt, spart hier Energie und Bares.
  3. Auch durch den Wasserhahn, aus dem warmes Wasser fließt, rinnt bares Geld. An dieser Stelle hat das Verhalten der Verbraucher den größten Einfluss auf die Kosten, denn wer duscht anstatt zu baden und nicht unnötig das Wasser laufen lässt, kann hier Strom sparen.

Blick in geöffneten Kühlschrank
Der beschlagene Deckel auf dem Topf zeigt, dass dieser in noch warmen Zustand in den Kühlschrank gestellt wurde. Das verbraucht dort unnötig Energie.
4. Der Kühlschrank ist mit 10,4 Prozent ein großer Stromfresser. Da keiner auf die Kühlung der Lebensmittel verzichten wird, ist es hier vor allem sinnvoll, die Temperatur auf die empfohlenen sieben Grad Celsius einzustellen. Auch spart es Energie, wenn warmes Essen vorher außerhalb des Kühlschranks abkühlt, bevor es dort verwahrt wird.

5. Die Beleuchtung frisst 9,7 Prozent des Stroms. Günstiger geht es für diejenigen, die auf Energiesparlampen und LEDs umrüsten.

6. Das Kochen selbst steht mit einem Stromverbrauch von neun Prozent auf dem 6. Platz. Grundsätzlich minimiert werden kann der Stromverbrauch beim Kochen durch Induktionstechnik sowie eine Änderung des Kochverhaltens.

7. Auf Elektro-Kleingeräte entfällt ein Prozentsatz von 7,7. Über einen Kamm scheren lassen sich die Elektro-Kleingeräte indes nicht, denn während der Betrieb von elektrischen Dosenöffnern oder Elektromessern sicherlich Sparpotential hat, bekommen beispielsweise Wasserkocher und Toaster gute Noten.

Wäscheleine
Die Wäsche an der Leine zu trocken kostet kein Geld - nur die Arbeitszeit diese dort aufzuhängen.
8. Der Anteil von 6,6 Prozent des Stromverbrauchs entfällt auf den Trockner, der der gewaschenen Wäsche mit reichlich Energie wieder das Wasser entzieht. Wer energiebewusst trocknen möchte, der nutzt die kostenfreie Energie von Wind und Sonne und trocknet die Wäsche auf der Leine. Wer nicht auf den Komfort eines Trockners verzichten möchte, für den ist ein vergleichsweise teures Gerät mit Wärmepumpentechnologie eine energiesparende Methode. Ein Trockner sollte grundsätzlich nur mit sehr gut ausgeschleuderter Wäsche befüllt werden.

  1. Die Umwälzpumpe hat einen Anteil von sechs Prozent am Stromverbrauch. Natürlich ist es unmöglich die Pumpe, die das Wasser zu den Heizkörpern transportiert, abzuschalten. Aber: Mit einer Umrüstung auf eine energieeffiziente Pumpe können 100 bis 130 Euro an Stromkosten jährlich eingespart werden.
  2. Der Geschirrspüler steht auf Platz 10 der Stromfresser. 5,1 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verschuldet die automatische Spülhilfe. Aber Achtung: Wer nun glaubt, dass es günstiger ist, mit der Hand zu spülen, der irrt. Sinnvoll wäre es indes, nur gut beladene Spülmaschinen anzuschalten. Das nützt die aufgewendete Energie bestmöglich aus.

Was der Stromverbrauch umgelegt auf den einzelnen Tag bedeutet, ist Thema in diesem Beitrag.

Ein Umdenken der Verbraucher ist gefragt

Mit Blick auf die Forderung, Energie zu sparen, richtet sich der Blick folgerichtig auf die Verbraucher, die umdenken müssen, um Strom zu sparen und dadurch Kosten zu minimieren. Großes Potential liegt an dieser Stelle in der Küche. Neben der Technologie, die vielleicht irgendwann altersbedingt ausgetauscht wird, ist es hier vor allem das Verhalten der Verbraucher, das Geld sparen kann.

Kochtopf mit Nudeln
Stromspartipp: Wer das Nudelwasser im Wasserkocher erhitzt, spart Energie und Geld.
Wer den Topf (im Idealfall) auf eine Induktionsplatte stellt, der macht beim Kochen selbst schon einiges richtig. Passt dieser dann noch perfekt auf die erhitzte Platte, hilft das sehr, Strom, Energie und Geld zu sparen. Mit einem Deckel aus Glas ist es zudem möglich, die Leibspeise im Blick zu haben, ohne der Energie Raum zu geben und sie damit an die Raumluft zu vergeuden.

Praktische Tipps, um in der Küche Energie zu sparen, sind:

  • Wer im Wasserkocher das Wasser vorab erhitzt, das zum Kochen der Nudeln benötigt wird, spart Energie. Wer vor dem Kauf eines Wasserkochers die individuelle Nutzung eruiert hat, greift sicherlich zu dem Kocher, der auch anderweitig Strom sparen lässt. Einige Entscheidungshilfen dazu gibt es unter wasserkocher.net.
  • Wer ein Brötchen aufbacken möchte, kann dies auf dem Toaster tun. Diese Variante das Gebäck wieder verzehrbereit zu machen, ist in jedem Fall kostengünstiger als für ein oder zwei Brötchen den Backofen anzuschalten. Wird der Backofen anderweitig genutzt, ist die Umluft-Einstellung die effizienteste.
  • Verbraucher können beim Einsatz eines Schnellkochtopfes 30 Prozent an Energie sparen. Die Garzeit verringert sich zudem um die Hälfte.
  • Wer auf den Einsatz der Mikrowelle verzichten möchte (die stromsparender wäre als kleine Mengen auf dem Herd zu erwärmen), kann Gemüse auch garen. Tipp: Dafür braucht es nur vergleichsweise wenig Wasser, das dann auch sehr schnell warm wird. Auch ein Frühstücksei braucht nicht zu ertrinken, sondern benötigt nur einen Finger breit Wasser im Topf.
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