Literaturrecherche: So geht's richtig!
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Literaturrecherche: So geht's richtig!

Foto: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

1. Literaturrecherche: Google als Einstieg

1. Literaturrecherche: Google als Einstieg

Das Thema ist gefunden. Jetzt brauchen Sie nur noch die richtige Literatur. Doch wie beginnt man nur mit der Recherche? Wie geht man dabei möglichst strukturiert vor?

Literaturrecherche heißt heute meist: Google - Eingabe von durchschnittlich 1,7 Wörtern - Wikipedia. Und das ist nicht das schlechteste Vorgehen, wenn dies nur der Anfang der Literaturrecherche ist. Wer jedoch überstürzt in die Literaturrecherche einsteigt, wird häufig von Unsicherheit geplagt: Ist mir wichtige Literatur durchgerutscht? Habe ich die wichtigsten Autorinnen und Autoren gefunden? Niemand kann sich absolut sicher sein, ob es zu einem Thema keine weiteren Publikationen gibt, oder ob ihm Fehler in der Literaturrecherche unterlaufen sind. Dennoch gibt es Anker, an denen sich jeder Rechercheur festhalten kann, und die eine zufallsbeladene Aktion in ein strukturiertes Vorgehen verwandeln.

2. Grobe Orientierung über das Thema

Fachlexika und Lehrbücher sind für den Einstieg in die Literaturrecherche überaus hilfreich. Hier finden Sie Informationen darüber, welche Aspekte unter einen Begriff fallen. In Lexika sind häufig auch wichtige Literaturstellen genannt - und hierfür ist auch Wikipedia als Quelle durchaus wertvoll.


3. Thesauri - Wortschätze, die Gold wert sein können

Die Erstellung von Wortlisten mit Synonymen, Übersetzungen, Ober- und Unterbegriffen zu den einzelnen Aspekten des Themas stellt sicher, dass bei der Literaturrecherche keine wichtigen Suchbegriffe vergessen werden. Diese Aufgabe kann - professionell - mit Hilfe eines sogenannten Thesaurus durchgeführt werden. Thesauri sind meist leider gut versteckte Wort-Schätze systematisch geordneter Begriffe, die von Datenbankanbietern erstellt und verwendet werden, um Literatur inhaltlich zu beschreiben. Wenn der Thesaurus zu gut versteckt ist, orientieren Sie sich an den Begriffen, die als Schlagwörter oder "subject headings" in relevanten Aufsätzen oder Büchern zu finden sind, und nehmen diese in Ihre Wortliste auf.
Tipp: Verwenden Sie für die Literaturrecherche Begriffe aus dem Thesaurus einer Datenbank, um die besten Suchergebnisse zu erzielen.
Tool-Tipp: Ein fachlicher Thesaurus ist der Standard Thesaurus Wirtschaft (STW). Fast alle deutschen Bibliotheken, die fachübergreifend sammeln, verwenden die Schlagwortnormdatei (SWD).


4. Aufsätze finden

Aufsätze enthalten in der Regel die wichtigsten und aktuellsten Forschungsergebnisse eines Faches. Aber Achtung! Aufsätze sind meist nicht in Bibliothekskatalogen zu finden! Darum sollten Sie unbedingt Aufsatzdatenbanken oder Fachbibliographien in Ihre Literaturrecherche einbeziehen.


Tool-Tipp: Datenbanken aller Fachgebiete finden Sie in dem Datenbank-Infosystem DBIS. In der erweiterten Suche können Sie gezielt nach Fachbibliographien oder Volltextdatenbanken suchen. Beispiel: Suchen Sie Aufsätze der Wirtschaftswissenschaften in EconBiz.


5. Wer sind die wichtigsten Autoren zu meinem Thema?

Prüfen Sie die Literaturverzeichnisse relevanter Bücher, Aufsätze etcetera. Gibt es Personen, die immer wieder genannt werden? Gibt es weitere relevante Titel in den Literaturverzeichnissen, die Ihnen bei der Literaturrecherche durchgerutscht sind? Gibt es weitere Begriffe, die Sie Ihrer Wortliste hinzufügen können?

Die Recherche nach weiteren Titeln der wichtigen Autoren oder mit weiteren Suchbegriffen wiederholt sich während des Schreibprozesses, bis Sie die Arbeit abgeben. Das bedeutet nicht, dass Sie zuvor etwas falsch gemacht hätten!


Tool-Tipp: Weitere Tipps erhalten Sie in LOTSE. LOTSE ist das Online-Tutorial rund um die Literaturrecherche und das wissenschaftliche Arbeiten. Darin: Thematische Literaturrecherche in 5 Schritten. Fragen zur Literaturrecherche in den Wirtschaftswissenschaften beantwortet EconDesk, der Informations- und Recherchedienst der ZBW.".

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