Eine Asteroiden-Passage
Den Anfang der Himmelsereignisse macht der Vorbeiflug eines kleinen Asteroiden irgendwann zwischen dem 5. und 8. März. Weil die Flugbahn dieses rund 30 Meter großen Brockens bisher nur ungenau bestimmt werden konnte, sind weder die Zeit seines Vorbeiflugs noch sein Abstand von der Erde bisher präzise vorhersagbar, wie NASA-Astronomen erklären.
Ein Einschlag droht aber nicht, immerhin darin sind sich die Forscher inzwischen sicher. Denn näher als rund 24.000 Kilometer kommt der Asteroid uns nicht. Wahrscheinlich wird 2013 TX68 unseren Planeten im sicheren Abstand von rund fünf Millionen Kilometern passieren - von uns völlig unbemerkt und unsichtbar.
Totale Sonnenfinsternis über dem Pazifik
Am 9. März folgt eine totale Sonnenfinsternis – aber leider nicht über Europa, sondern über dem Pazifik. Von Teilen Indonesiens aus ist gegen 03:00 Uhr unserer Zeit zu sehen, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt und sie verdunkelt. Weil der Mond bei dieser Sonnenfinsternis nahe dem Apogäum, seinem erdnächsten Punkt, steht, erscheint er dabei besonders groß und die Verfinsterung ist während der knapp vier Minuten langen Totalität sehr ausgeprägt. Immerhin eine partielle Sonnenfinsternis können all diejenigen bestaunen, die im Norden Australiens, in Japan, auf Hawaii oder in Südostasien unterwegs sind.
Eine solche totale Sonnenfinsternis ist gar nicht so selten, wie man vielleicht glaubt: Immerhin alle ein bis zwei Jahre gibt es eine. Aber weil die völlige Verdunklung der Sonne immer nur in einem sehr schmalen Streifen der Erde zu sehen ist, kann es Jahrzehnte dauern, bis wir am gleichen Ort wieder ein solches Ereignis bestaunen können. Bei uns in Deutschland müsse wir uns dafür noch bis zum Jahr 2081 gedulden.
Auch astronomisch wird es Frühling
Am 20. März ist es endlich soweit: Die Sonne überschreitet auf ihrer scheinbaren Himmelswanderung wieder den Äquator und kommt zu uns in den Norden. Als Folge werden ab der Tagundnachtgleiche am 20. März die Tage wieder länger als die Nächte. Mit diesem "Sieg" des Tageslichts über die winterliche Dunkelheit beginnt auch offiziell der astronomische Frühling. In den Gegenden oberhalb des Polarkreises erscheint nach dem langen Polarwinter nun erstmals die Sonne wieder über dem Horizont.
Auch am Sternenhimmel kündigt sich der Wechsel der Jahreszeiten an. Die auffallenden Wintersternbilder Stier, Orion und Großer Hund sind bereits in die westliche Hälfte des Nachthimmels gerückt und sinken im Laufe des Monats allmählich immer tiefer. Weil die winterlichen Sternbilder die hellsten Sterne in sich vereinen, kommt es jetzt zu einer scheinbaren Zweiteilung des Himmels: Im Westen stehen viele helle Sterne, der Osten erscheint dagegen fast schon dunkel und deutlich leerer. Aber das täuscht, denn im Südosten steigen bereits einige Frühlingssternbilder immer höher, darunter der Bärenhüter (Bootes), die Jungfrau oder der Löwe.
Gegen Mitternacht steht der Löwe nun schon direkt im Süden des Nachthimmels – und ist kaum zu übersehen. Denn mit seinem kastenförmigen Muster heller Sterne als Körper und dem etwas schwächeren sichelförmigen Hals und Kopf kann man ihn kaum verwechseln. Zudem ist dieses Frühlingssternbild relativ groß und umfasst gleich mehrere helle Sterne. Unter ihnen ist der helle Stern Regulus, der die untere Brust des Löwen markiert, und der Doppelstern Algieba am Nacken des Löwen.
Abschied von der Venus, Jupiter als Star
Unter den Planeten ist der Jupiter im März weiterhin der unangefochtene Star. Er leuchtet die ganze Nacht hindurch am Himmel und ist dabei nach dem Mond das hellste Himmelslicht. Denn seine hellere Konkurrenz, die Venus, leuchtet nur noch Anfang März kurz vor Sonnenaufgang als Morgenstern. Danach wird sie bis in den August hinein so nahe an der Sonne stehen, dass sie nur tagsüber in unser Blickfeld gerät – und damit nicht sichtbar ist.
Wer ein kleines Teleskop besitzt, für den lohnt vor allem am 8., 16. und 25. März die Beobachtung des Jupiter. Denn in diesen Abenden ziehen jeweils zwei der großen Jupitermonde vor der hellen Scheibe des Planeten vorüber. Wir können daher sowohl den Monden selbst, als auch ihren Schatten dabei zusehen, wie sie langsam vor dem Gasplaneten vorbeiwandern.

