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Weich durch den Winter

Tipps für das Autofahren in der kalten Jahreszeit

Im Winter ist das Unfallrisiko sechsmal so hoch wie im Sommer. Daher sollten man nicht nur sich selbst gute Winterstiefel gönnen, sondern auch das eigene Auto mit passenden Winterreifen ausstatten. Die bieten bereits ab ca. 7°C mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Aber Winterreifen sind in der kalten Jahreszeit nicht das Einzige, was hilft, weich durch den Winter zu kommen.

Ein guter Durchblick ist Pflicht

Genau wie die richtige Bereifung sind auch eisfreie Scheiben und Spiegel Pflicht. Und das bedeutet nicht nur die kompletten Scheiben, sondern auch die Motorhaube und das Dach. Denn herabfallendes Eis oder große Schneestücke können Sie selbst und auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Um die Enteisungszeit vor Fahrtbeginn zu verkürzen, lohnt es sich, die Scheiben beim Parken mit spezieller Folie oder stabilem Karton zu schützen. Aber um sicher an Ihr Ziel kommen, müssen Sie beim Fahren im Winter noch ein paar Dinge beachten.

 

Sanfter Gasfuß, ruhige Hände

Auch im Herbst kann die Fahrbahn schnell vereisen.
Beim Fahren selbst, sollten Sie darauf achten, dass die Bremswege auf nasser bzw. glatter Unterfläche länger sind und auch abrupte Lenk- oder Schaltmanöver sehr viel schneller zur Instabilität des Autos führen können. Falls Sie also keine Routine darin haben, im Winter mit dem Auto unterwegs zu sein, empfiehlt es sich, z. B. das Fahren auf Schnee auf Verkehrsübungsanlagen oder freien Parkplätzen zu üben.

Auch der Abstand zum Vordermann ist im Winter am besten dreimal so lang wie sonst. Und wenn es trotz vorausschauender Fahrweise dennoch zur Vollbremsung kommt, drücken Sie bei ABS-Ausstattung das Pedal auch im Winter voll durch. Beim Anfahren am Berg und auch in Kurven sollten Sie keinesfalls zu viel Gas geben bzw. mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs sein, um nicht ins Schleudern zu geraten oder mit durchdrehenden Reifen unkontrollierte Standübungen zu machen.

Fahrer von Automatikgetrieben sollten daher darauf achten, rechtzeitig in den Wintermodus zu wechseln, damit die Beschleunigung den Außenbedingungen angepasst ist.

 

Gelassen ankommen

Neben allen technischen und fahrerischen Möglichkeiten Winterfahrten genauso sicher zu gestalten wie Fahrten im Sommer, sollten Sie einen weiteren wichtigen Faktor nicht unterschätzen, der es Ihnen ermöglichen wird, möglichst gelassen und entspannt anzukommen: die Zeit. Von ihr sollte man sich auf winterlicher Fahrbahn ein wenig mehr nehmen als im Sommer. Denn wer auf schneebedeckter Straße oder im nebeligen Berufsverkehrs mit ausreichend Zeit ausgestattet ist, kommt erst gar nicht in die Versuchung unverhältnismäßig aufs Gaspedal zu drücken oder gewagte Überholmanöver zu starten, die schnell im Graben oder sogar in einem Unfall enden. Also sparen Sie weder an der Winterausstattung Ihres Wagens noch an der Fahrzeit, denn im Winter kann Sie beides teuer zu stehen kommen.

 

von Michael Fischer, wissen.de
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